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Amulett des Bösen

Info

OT: 
Manhattan Baby
AT:
L'Occhio del Male
Il Malocchio

Jahr: I 1982
R:
Lucio Fulci
B:
Elisa Livia Briganti, Dardano Sacchetti
K:
Guglielmo Mancori
M:
Fabio Frizzi
D:
Christopher Connelly, Brigitta Boccoli, Martha Taylor, Giovanni Frezza

Quelle: VHS (Starlight)

 

Inhalt

Professor George Hacker (Christopher Connelly), Archäologe seines Zeichens, weilt mitsamt Frau Emily (Martha Taylor) und Tochter Suzie (Brigitta Boccoli) in Ägypten, um hier dem Mysterium von Habnubenor auf die Spur zu kommen, eines mysteriösen Pharaos der gaaanz alten Schule. Letzterer, so munkelt die Geschichte, war ein grausamer Welcher und allerlei Teufels-Hokuspokus überaus aufgeschlossen gegenüber.
Als das Team einen Grabstein ausbuddelt, der Hinweise auf die genaue Lage des Grabes verrät, ist daher die Freude Hackers groß. Doch lange währt diese nicht, denn in der Grabkammer tapern er und ein Hiwi in die klassische Grabfalle, bei der man in irgendwelche Keller stürzt. Während der Assi nicht überlebt, wird der Prof von einem blauen Strahl geblendet, kann aber entkommen.
Töchterchen Suzie hat sich zwischenzeitlich einen Wolf gelangweilt und kriegt von einer blinden Einheimischen ein altes Amulett in die Hand gedrückt: einen Stein des Bösen aus der Privatschatulle Habnubenors, wie sich viel später herausstellen wird. So geschlagen kehrt man also heim nach New York. Zwar macht ein Augenarzt (Andrea Bosic) dem ollen Hacker wieder Hoffnung bezüglich mittelfristigen Rückgewinns der Sehkraft, doch der unheilvolle Stein beginnt sein ebensolches Wirken.
Er beschert den Hackers Sand, Skorpione und Schlangen in der Butze, den Kindern mysteriöse Out-of-Body-Erlebnisse, tote Kollegen und Aupair-Mädchen sowie allerhand Phänomene dieses Kalibers mehr. Zunehmend verändert sich auch Suzy, die als „Gefangene des Steins“ Mediumfunktionen zu erfüllen hat. Rettung verspricht der seltsame Tierpräparator Adrian Marcato (Cosimo Cinieri = „Lawrence Welles“), der nicht nur die Kadaver verblichener vier- und zweibeiniger Freunde aufhübscht, sondern auch fit ist in Parapsychologie.

Zitate:

„Die Gräber gehören den Toten!“ (Das behaupten Einheimische doch immer ;-))

„Er war schon immer ein Idiot.“ (Hacker kommentiert wenig sensibel Verschwinden und Tod von Emilies Kollegen Luke (Enzo Marino Bellanich))

Die Kritik des Gunslingers:

Es ist wohlfeil, diesen Fulci-Streifen kräftig zu dissen, wie es die meisten Rezensenten im Netz dann auch tun. Denn: Der Film bietet weder den von Fulci-Afficionados gewohnten und zumeist erwarteten Gore, ist recht langsam erzählt und wartet mit allerhand Ungereimtheiten auf, die er nicht zufriedenstellend aus der Welt schafft.
Was mir generell an Fulci gefällt, ist allerdings nicht, dass hin und wieder exzessiv Körpersäfte aus vielerlei Öffnungen austreten, sondern, dass der Mann Gespür für Atmosphäre hat. Selbst die größten Schrottinger des Meisters warten grundsätzlich mit ein, zwei Einstellungen auf, in denen sein unbestrittenes Talent durchscheint. Hier ist der Fall ähnlich gelagert: Die angebrachten Kritikpunkte sind ja durchaus berechtigt, doch außer Acht gelassen wird, dass der Streifen atmosphärisch alles andere als missraten ist.
Die erfahrene Kamera von Mancori, bietet etliche schöne Einstellungen, und auch auf der Makeup-Seite, insbesondere bei Suzy und Marcato, lässt sich der Film nicht lumpen: dezent, aber effektiv. So ist beispielsweise die an den „Exorzisten“ gemahnende Szene, in der Marcato versucht, die Verbindung zwischen Suzy und dem Amulett zu ergründen, für meinen Geschmack sehr gelungen. Mal abgesehen von Suzy wirklich nervenden Bruder Tommy (Giovanni Frezza), bieten sich auch auf der Darsteller-Seite wenig Ansatzpunkte für Kritik: solide Leistungen allemal. Der Score von Fabio Frizzi besteht mal aus bedrohlichem und sehr passendem Synthiewummern, mal aus einem melancholisch-jazzigen Solo-Saxophon.

Anmerkung: Adrian Marcato hieß im Übrigen auch einer der mörderischen Vorbewohner der Butze, in die Roman Polanski später Rosemary und Guy Woodhouse zu unserem Ergötzen einziehen und "Rosemary's Baby" empfangen ließ ;-).

Rating: $$$+

Splatter:

3/10

 

 

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