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An einem Freitag um halb zwölf

Leider kein Trailer.

Info

OT: 
An einem Freitag um halb zwölf
AT:
Il Mondo nella mia tasca (I)
Vendredi 13 Heures (F)

Jahr: D/I/F 1961
R:
Alvin Rakoff
B:
Frank Harvey
K:
Vaclav Vich
M:
Claude Bolling
D:
Rod Steiger, Nadja Tiller, Jean Servais, Peter van Eyck

Quelle: TV (ARD)

 

Inhalt

Die kleine Gaunertruppe von Frank Morgan (Rod Steiger) hat schon bessere Zeiten gesehen, als ihnen die Chance auf ein letztes dickes Ding ins Haus flattert. Die mysteriöse und taffe Ginny (Nadja Tiller) unterbreitet ihnen die Gelegenheit, eine Million Dollar einzusacken, bestimmt für die amerikanische Armee in Südfrankreich. Problem: Das Moos wird in einem als uneinnehmbar geltenden Panzerwagen transportiert; die Lösung: Ginny hat bereits einen fertigen Plan in der Tasche. Nach anfänglichem Zögern schlagen Franks Jungs ein.
Das nötige Startkapital verschafft man sich bei einem Überfall auf einen Nobel-Nachtclub. So weit so gut, doch der Geldtransporter-Ripp läuft von Anfang an schief. Letztendlich kommt die Bande aber doch in den Besitz des dollarschweren Fahrzeugs, dessen Tresor sich allerdings als die erwartet harte Nuss erweist. Dies, die südfranzösische Hitze und ein kleiner, nervender italienscher Touristenjunge (Edoardo Nevola), der am liebsten Detektiv werden will, treiben die Auflösungserscheinungen innerhalb der Gang weiter voran.

Zitate:

Bleck (Peter van Eyck): „Wenn der Plan schief läuft, werden wir alle in der Hölle schmoren.“ – Frank: „Ach, wenn du mich fragst: Wir sind doch alle in dieser Hölle geboren. Wir verbringen doch unser ganzes Leben damit, uns aus ihr rauszustrampeln.“

„Ooh! Jetzt tust du mir weh … aber ich hab’ das gern.“ (Blecks klebriger, geiler Charme verfängt bei Ginny nicht)

Die Kritik des Gunslingers:

Gelungenes Heist-Movie des Kanadiers Alvin Rakoff, der vor allem als TV-Regisseur aktiv war. Der Film enthält alle klassischen Elemente: ein nahezu unüberwindbares Hindernis, die fette Beute, die ein Überwinden desselben verspricht, ein kleines Spezialistenteam und einen Plan.
Der Überfall selbst stellt inklusive der Vorbereitungen dabei gar nicht mal den Hauptschwerpunkt dar: Wichtiger noch sind die vergeblichen Versuche, die Ernte des so teuer bezahlten Coups einzufahren. Die sommerliche Bullenhitze, der wachsende Druck von außen und die zunehmende Frustration sorgen für steigende Spannung, die am Ende in einem im besten Sinne deprimierenden Finale kulminiert.
Untermalt wird dies durch einen feinen orchestralen Jazz-Score, bei dem Stopftrompete, Vibraphon und leise perkussive Passagen für die Farbtupfer sorgen. Die Schauspieler sind stark: allen voran Jean Servais als alternder Safe-Spezialist, der weder Lust noch Nerven mehr hat, um ein solches Ding durchzuziehen, und Peter van Eyck als neurotischer, dem Whisky zugetaner Bleck, der kaum zu kontrollieren ist.
Für meinen Geschmack zu kurz kommt die Figurenzeichnung: Aufgrund der bruchstückhaften Informationen zu den einzelnen Charakteren bleibt deren Handlungsmotivation stellenweise unklar.

Rating: $$$$

Splatter:

0/10

 

 

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