Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Spurlos - Die Entführung der Alice Creed

Info

OT: 
The Disappearance of Alice Creed

Jahr: GB 2009
R, B: J. Blakeson
K: Philipp Blaubach
M: Marc Canham
D: Martin Compston, Eddie Marsan, Gemma Arterton

Quelle: DVD (Ascot Elite). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Danny (Martin Compston) und Vic (Eddie Marsan) sind Knastkumpels, die nach der Entlassung nur eines wollen: sehr schnell sehr viel Kohle machen und dann ab in’n Süden. Zu diesem Behufe hat Vic schon hinter Gittern den Plan einer perfekten Entführung ausgetüftelt, zu dem nur noch das passende Opfer fehlt. Dieses macht dann Danny nach Lektüre eines Zeitungsartikels aus: Alice Creed (Gemma Arterton), Tochter eines schwerreichen Irgendwas.
Der Plan läuft dank der perfekten Vorbereitung erstmal perfekt nach Drehbuch ab: Alice wird entführt, Fotos der in einer leeren, anonymen Wohnung nackt auf ein Bett gefesselten und geknebelten Frau gehen mitsamt einer Forderung über zwei Millionen Pfund via Mail an Daddy raus. Einen Tag später schieben die Entführer noch eine Videobotschaft nach, der sie mittels eines Messers am Hals des Opfers den nötigen Nachdruck verleihen, so dass Daddy rasch bereit ist, das Portemonnaie zu zücken.
Ihr glaubt doch nicht wirklich, dass jetzt alles glatt geht? Dafür sorgt schon Danny, der - ohne zuviel zu verraten - ein übles Doppelspiel betreibt.

Zitate

Vic: „Bitte: Wir wollen Ihnen nicht weh tun; wir wollen Sie nicht umbringen. Doch wir sind darauf vorbereitet, das eine oder andere oder beides zu tun, wenn es nötig sein sollte.“

Die Kritik des Gunslingers:

Mit seinem Regiedebüt landet J. Blakeson, der vorher lediglich ein paar Kurzfilme inszeniert und vorwiegend als Drehbuchautor tätig war, einen Treffer. Sein Low-Budget-Entführungsthriller bleibt trotz seines Kammerspielcharakters, der lediglich im letzten Drittel aufgebrochen wird, mörderspannend. Grund dafür ist nicht der Krimiplot an sich, sondern die Beziehungen der Beteiligten untereinander, die einige Twists hinlegen und so die Konstellationen neu mischen.
Außer Vic, ein knallharter Profi, dem es in erster Linie die reibungslose 1:1-Umsetzung seines Planes geht, spielen alle bei diesem Spiel irgendwie mit gezinkten Karten. Dabei gilt es natürlich, sein Blatt so lange wie möglich unterm Tisch zu halten und die anderen im Unklaren zu lassen. Dies führt zu richtig netten Episoden. Wenn etwa Danny eine verräterische Patronenhülse beseitigen will, die allen Versuchen trotzt, sie unauffällig loszuwerden und blöderweise immer wieder auftaucht.
Neben solchen Szenen sind es vor allem die Darsteller, die zum Gelingen maßgeblich beitragen, ohne dass ich hier irgendeinen aus dem Trio hervorheben möchte. Das Ende ergibt sich meiner Meinung nach allerdings nicht organisch aus dem Film heraus. Hier zeigt sich möglicherweise, dass Blakeson auf Drängen von Produzent und Filmfirma nachbesserte.

Rating: $$$$+

Splatter:

2/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien