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Info

OT: 
I quattro dell'Ave Maria
AT:

Ace High (int.)

Jahr: I 1968
R: Guiseppe Colizzi
B: Guiseppe Colizzi, Bino Cicogna
K: Marcello Masciocchi
M: Carlo Rustichelli
D: Mario Girotti ("Terence Hill"), Carlo Pedersoli ("Bud Spencer"), Eli Wallach, Brock Peters, Kevin McCarthy, Frederico Boido ("Rick Boydi"), Steffen Zacharias

Quelle: DVD (Paramount/Fan-DVD)

Weitere Daten und Infos zu "Vier für ein Ave Maria" in der SpencerHill-Datenbank.

Poster, Lobbycards etc. von "Vier für ein Ave Maria"

 

Inhalt

Nachdem sie den vermeintlich toten Banden-Boß Bill San Antonio endgültig unter die Radieschen brachten und dabei die verschwundenen 300.000 $ in Gold einsackten, liefern Gunslinger Cat Stevens ("Terence Hill") und Versicherungsdetektiv Hutch Bessy ("Bud Spencer") die Nuggets wieder in der Bank von El Paso ab und lassen sich in bar auszahlen.
Das schmeckt dem Bankdirektor Harold (Steffen Zacharias) nun gar nicht, denn so kauft er mehr oder minder das Gold zurück, dass er sich von St. Antonio zwecks späterer privater Aufteilung hat mopsen lassen. Um sich die Knatter wieder zurückzuholen, wendet er sich ausgerechnet an den Griechen Cacopoulos (Eli Wallach), der eigentlich mit zwei Beinen schon unterm Galgen steht, und bietet ihm die Befreiung an. 14 Jahre zuvor waren nämlich Harold, Cacopoulos, der Mexe Paco Rosa und der Zocker Drake Mitglieder einer einträglichen Gang; Cacopolous wurde jedoch nach einem Banken-Ripp den Verfolgern geopfert und wartet seither hinter Gittern schmorend auf seine Rache. Konsequenterweise lässt er sich dann nach seiner "Entlassung" auf keine Deals ein, übt sofortamente Vergeltung an Harold und nimmt auch gleich Bessy und Stevens den Kies ab.
Ein Katz- und Maus-Spiel zwischen den Dreien beginnt, und immer ist "Caco" eine Nasenlänge voraus. Um auch dem fiesen Drake, der inzwischen in Fair City mit einem Casino inklusive manipulierter Roulette-Tische die Bevölkerung abzockt, die verdiente Rache zu üben, verbünden sich die Drei gemeinsam mit dem schwarzen Hochseilartisten Thomas (Brock Peters) zu einem ausgebufften Coup...

Zitate

Bank-Kassierer: "Ja, was kann ich für sie tun?" - Cat: "Sie schnappen sich drei oder vier Mann und bringen die Kiste rein, die da draußen auf dem Wagen steht. Und dass sich keiner das Ding unter den Arm klemmt, verstanden? Da sind nämlich 300.000 drin." - "Dollar???" - "Nein, du Arsch. Quarktaschen." (Wie man in den Wald ruft, schallts auch heraus - selten dämliche Frage)

"Na los, Keule. Knicks und Kratzfuß und anmelden. Und das Presto!" (Au Mann. So deftig mußte das Gealbere nun wirklich nicht sein)

"Ich will euch was erzählen, Jungs. Schon mein Großvater sagte: Geld verdirbt den Charakter. Ihr solltet sauber und anständig bleiben. Es ist also gut für euch, wenn ich alles nehme." (Cacopoulos ist Altruist - durch und durch)

Die Kritik des Sargnagels:

Nachdem sich das Duo Hill und Pedersoli in "Gott vergibt - Django nie!" vorzüglich etablierte und der kleinen Produktion einen Kassenerfolg bescherte, sattelte man für den Nachfolger eine Schippe Budget drauf und engagierte zudem den Italo-Amerikaner Eli Wallach, der zwei Jahre zuvor in Leones "Zwei glorreiche Halunken" eine der besten Perfomances der Italowestern-Ära überhaupt abgeliefert hatte. Wallach lässt sich auch hier nicht lumpen und dominiert den Streifen mit seiner Präsenz, Mimik und seinen Gesten. Da können Hill und Spencer darstellerisch nicht mithalten, wenn man ihnen auch zugute halten muss, dass sie hier gegenüber "Gott vergibt..." ebenfalls nochmal ordentlich zulegten. Der Umstand zeigt sich auch in der deutschen Zweit-Synchro (die ernsthaftere Ur-Synchro gilt als verschollen): während man den noch etwas hölzernen Hill und Spencer einige sprachliche Deftigkeiten zur Unterstützung in den Mund legte, wirkt dagegen der Wallachs Text  sauber ausgearbeitet, um die Darstellung nicht zu versauen.
Die Story um die Hatz nach Kohle bringt die zweite Parallele zu den "Glorreichen Halunken", ist aber bei weitem nicht so episch ausgelegt, hat aber sattes Gunplay und fängt sich dadurch trotz einer Spielzeit von zwei Stunden keine Längen ein. Colizzis Ideenfundus reicht dafür aus, er kann sich gar rühmen, Zirkus- und Artistik-Elemente in den Italowestern eingeführt zu haben, die später auch Carnimeo und Parolini weidlich ausschlachteten. Auch der abschließende Coup im Casino sorgt nochmals für ansteigende Spannung im Schlussdrittel.
Die Nebenrollen wurden fein gewählt; Steffen Zacharias überrascht, weil er mal nicht als Zausel daherkommt, sondern als Bank-Direx im feinen Stenz, der Amerikaner Kevin McCarthy gibt schon hier eine Kostprobe des superfiesen Business-Bösewichts, den er später über Jahrzehnte perfektionierte.
Der Streifen ist gut fotografiert und montiert, Carlo Rustichellis Score schwankt zwischen klassischem Western und Zirkus-Blaskapelle.
Alles in allem der beste Streifen der Stevens/Bessy-Trilogie, die in "Hügel der blutigen Stiefel" ihren soliden, wenn auch nicht mehr so starken, Abschluss fand. Gut denkbar, dass die Erstsync hochwertiger und sicher manchmal nicht so nervend ist wie die humorinjizierte Zweitfassung, hier könnten noch ein, zwei Steigerungsstufen in der Wertung drin sein. Sollte man sie jemals noch zu Ohren bekommen.

Rating: $$$$

Bodycount:

grob gepeilt: 80 aufwärts

Liebe:

So gut wie keine Frauen im Bilde, insofern: 0/10

Splatter:

1/10