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Gelbe Hölle des Shaolin, Die

Info

OT: 
Xia Gu Rou Qing Chin Xi Zin

AT:
Hap Gwat Yau Ching Chek Ji Sam (HK)
The Master and the Kid (HK)

Jahr: TAIW/HK 1978
R: Lin Fu-Ti
B: Ku Lung (Gu Long), Lee Fong
K: Mi Yao-shin
M: Chu Fuo Liang
D: Yueh Hua, Tang Fei, Philip Ko, Man-Kong Lung

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Dass er einen mutmaßlichen Finsterling dem Richtschwert des Henkers überantwortet hat, bekommt dem Schwertkämpfer Nan Kun (Yueh Hua) schlecht. Als Folge nämlich fällt Nans gesamte Familie einem Massaker zum Opfer. Nur sein kleiner Neffe San Chun (Tang Fei?) überlebt in einem Versteck, während dessen Mutter von den Mördern verschleppt wird.
Die Spuren führen den nun Rachedürstenden zum boshaften Yun Fei (Chen Sing), der angeblich die Mörder gedungen haben soll. Aber Yun ist nur ein kleines Licht, was Nan Kun nicht daran hindert, dieses trotzdem auszublasen. Doch immerhin bringt er den wahren Drahtzieher in Erfahrung: Fürst Yu Long, der seinen Sohn, eben jenen hingerichteten Schurken vom Beginn, rächen wollte.
Nan Kun macht sich zusammen mit dem kleinen San Chun auf den Weg. Dieser gestaltet sich als mit Hindernissen gespickt. Yu Long nämlich hat eine erkleckliche Summe auf Nans Kopf ausgesetzt. Und es gibt allerhand ambitionierte Nachwuchskräfte sowie den Profikiller Black Hat (Philip Ko), die sich den Zaster verdienen wollen.

Zitate

Domestik: „Meister, Ihr habt doch diese drei Killer engagiert.“ – Yu Long: „Was ist mit ihnen? Wollen sie ihrer Aufgabe nicht nachkommen?“ – „Sie können nicht: Sie wurden letzte Nacht getötet.“

Die Kritik des Gunslingers:

Dieser Wuxia-Streifen des taiwanesischen Regisseurs Lin Fu-Ti ist mal wieder ein schönes Beispiel, wie eng (Italo-)Western und Kung-Fu-Kino nicht nur inhaltlich miteinander verbandelt sind. So sind etwa Rache und Geldgier als treibende Kraft für die Protagonisten in beiden Genres nicht gerade selten ;-). Hier geht’s sogar noch weiter: Auch der Score wirkt von der Instrumentierung und Melodieführung heftig italo-infiziert. Da in einer Szene definitiv das „Jill“-Thema aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ erklingt, keimt in mir der Verdacht auf, dass die Produktion zumindest Teile der Musik einfach „gesampelt“ hat. Habe ich allerdings noch nicht verifizieren können. Auf der anderen Seite erklingen Melodeien, die gehörig an die Synthesizer-Orgien eines Jean-Michel Jarre in der „Oxygène“-Phase gemahnen.
Der Streifen wurde geskriptet von Ku Lung, eher bekannt als Gu Long, der in den 60ern als einer der besten Autoren von Wuxia-Romanen galt. Zahlreiche seiner Stoffe wurden später auch von den Shaw-Studios verfilmt. Entsprechenden Elemente finden sich wenig überraschend daher hier in jeder Ecke wieder: Die nahezu übermenschlichen Fähigkeiten Nan Kuns, der nicht nur abenteuerlich hoch springen, über Wasser laufen und so mühelos wie unglaublich schnell seinen Standort wechseln kann, oder die „scharfen“ Hände Black Hats sind nur einige Beispiele.
Die Kampfszenen sind solide inszeniert und gut fotografiert, wie übrigens der ganze Film, den überdies eine schöne Atmo auszeichnet. Doch wirkt das Ganze merkwürdig zerfasert: Mal begleiten wir Han Kun auf seinem Weg, dann wiederum sind wir dabei, wenn San Chun seine „Eskapädchen“ erlebt oder werden Zeuge des schwierigen Liebeslebens von Piao (Man-Kong Lung), einer, der sich das Geld für Nan Kuns Kopf verdienen will, und seiner Freundin Piu (Pan Yingzi). Ansonsten krankt der Steifen zum Ergötzen der Trash-Afficionados an unfreiwilligen Lachern, wie den durch einen Schlag Black Hats gefällten Baum: Der bricht nach einer gefühlten Ewigkeit glatt an einer Stelle ab, die nur wenig über dem Erdboden liegt. Auch die deutsche Synchro ist nicht immer geglückt (wink).
Darstellerisch erwähnenswert sind an dieser Stelle vor allem Yueh Hua, Leung Kar-Yen und Chen Sing – letztere mehr oder weniger in Cameo-Auftritten –, da sie hier zumindest einem eingeweihten Publikum bekannt sein dürften. Beide starteten ihre Karrieren bei den Shaws, die Chen Sing bereits Anfang der 70er wieder verließ. Er ist bis heute eine der zentralen Figuren des Hongkong-Kinos geblieben.

Rating: $$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

2/10

 

 

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