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Coogans großer Bluff

Info

OT: 
Coogan´s Bluff

Jahr: USA 1968
R:
Don Siegel
B:
Herman Miller
K: Bud Thackory
M: Lalo Schifrin
D: Clint Eastwood, Lee J. Cobb, Susan Clark, Don Stroud, Tisha Sterling

Quelle: TV (ARD)

 

Inhalt

Deputy Sheriff Walt Coogan (Clint Eastwood) lässt in seinem County in Arizona nichts anbrennnen. Die spärliche Frauenwelt liegt ihm zu Füßen, die Kriminellen der Gegend liegen auf der Pritsche im Kittchen. Coogans beschauliche Wüstenidylle wird durch eine Dienstreise nach New York empfindlich gestört.
Im hektischen Big Apple soll er den Gewaltverbrecher Ringerman (Don Stroud) in Empfang nehmen und zwecks Strafprozesses nach Arizona zurückführen. Der Routinejob entpuppt sich als ziemlich nervig; Ringerman hat sich im Knast LSD eingepfiffen und wurde vom Gefängnis-Doc vorerst transportunfähig geschrieben. Bei der örtlichen Polente blitzt Coogan mit seiner Bitte um Hilfe ab, man hält ihn dort für einen Hinterwäldler. Angepisst nimmt er die Sache selbst in die Hand und schafft es tatsächlich, Ringerman ohne Entlassungspapiere aus der U-Haft zu holen.
Doch schon am Flughafen wird Coogan von Ringermans Helfern böse übertölpelt und seines Häftlings beraubt, was ihm neben heftigen Kopfschmerzen auch einen deftigen Einlauf von Det. Lt. MacElroy (Lee J. Cobb) einbringt.
Nur die Bewährungshelferin Julie (Susan Clark) scheint ein gewisses Faible für den naiv-ruppigen Coogan zu haben, und zufälligerweise betreut sie auch noch Ringermans Freundin Linny Raven (Tisha Sterling) in einem Resozialisierungsprogramm. Coogan bietet all seinen Südstaaten-Charme auf und gelangt an Linnys Akte, aus der er einige Infos über Ringermans Umfeld findet.
Seine sofortige Rückbeorderung in heimische Gefilde schießt Coogan in den Wind und macht sich auf, seine "Beute" im Großstadt-Dschungel zu jagen...

Die Kritik des Sargnagels:

Mit "Coogans großer Bluff" begann Don Siegels mehrjährige fruchtbare Arbeit mit Clint Eastwood. Siegel ging auf Nummer sicher und spendierte Eastwood einen ähnlich wortkargen und zynischen Charakter wie in Leones Dollar-Trilogie, nahm ihn aber gleichzeitig ironisch auf die Schippe. In Arizona ist Coogan eine coole Banane, im hippen New York der Swingin´ Sixties stempeln ihn Stetson und Cowboy-Boots zum Dorfdeppen. Dieser Gegensatz hält die gesamte Spannung während des Films; Eastwood latscht in jedes Fettnäpfchen, dass die Großstadt einem Landburschen bietet, aber windet sich auf seine unkonventionelle Art auch wieder heraus.
Die New York-Atmo der späten 60er ist wunderbar eingefangen; muffige Polizeibüros, psychedelische Beatclubs, Billard-Spelunken und Hinterhofabsteigen bilden die Szenerie.
Handwerklich gibts auch nix zu mäkeln, einige schöne Kamera-, Blenden- und Schnitteffekte reichern den Streifen visuell auf.
Erwähnenswert sei auch der vielschichtige Score von Lalo Schifrin, der von Western-Atmo bis Großstadtflair alles mit drin hat.
Alles in allem schufen Siegel und Eastwood mit "Coogans großer Bluff" eine solide Basis für ihre späteren gemeinsamen Kracher "Ein Fressen für die Geier" und "Dirty Harry".

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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