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Töchter des Bösen

Info

OT: 
Bonnie’s Kids
AT:

Töchter des Satans

Jahr: USA 1973
R: Arthur Marks
B: Arthur Marks
K: Robert Charles Wilson
M: Carson Whitsett
D: Tiffany Bolling, Steve Sandor, Robin Mattson, Alex Rocco

Quelle: DVD (cmv Laservision). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Ellie (Tiffany Bolling) und ihre kleine Schwester Myra (Robin Mattson) sind scharf wie Rasiermesser: Während Myra nicht nur bei den Pokerkumpels ihres Stiefvaters Charley (Leo Gordon) die Säfte steigen lässt, lenken Ellies Beine von der Qualität des Kaffees ab, den sie den Landeiern in ihrem Diner serviert. Als Charley die halbnackte Myra bei einem schlüpfrigen Telefonat belauscht, führen dies und der vorherige Genuss einer Pulle Schwarzgebranntem dazu, dass er ihr massiv an die Wäsche geht. Doch zu seinem Pech endet dieses amouröse Intermezzo noch vor Vollzug mit zwei Kugeln im Gekröse, die ihm die gerade von der Schicht kommende Ellie verpasst.
Charleys Leiche im Schuppen zu verstauen und die Biege zu machen sind eins, und so schlagen die Mädels bei ihrem reichen Onkel Ben Seamon (Scott Brady) auf. Seamon hat offiziell eine Modelagentur, macht sein Moos allerdings eher mit nicht ganz koscheren Geschäften. Die heiße Myra erkundet alsbald ausgiebig die südlichen Äquatorialzonen ihrer Tante Diana (Leonora Stevens) und deren Pferdeknechts Harry. Derweil hat Ben einen Sonderauftrag für die taffe Ellie: Sie soll im texanischen Kaff Desert Springs ein Päckchen in Empfang nehmen, das ihr ein ebenfalls von Onkel engagierter Privatschnüffler, Larry Evans (Steve Sandor) mit Namen, übergeben wird.
Bald darauf sehen wir Ellie und Larry auch schon gemeinsam durch die Matratzen hüpfen. Nach der Knatterei gibt’s etwas Leerlauf, also schauen die Turteltäubchen mal ins Päckchen und finden darin jede Menge Dollars. Wer kann da schon widerstehen? Hätte Ellie aber geahnt, dass mit Onkelchen nicht gut Kirschen essen ist, wenn’s um seine Besitztümer geht, hätte sie sich’s wohl zweimal überlebt, mit Larry zusammen auf eigene Rechnung zu arbeiten ...

Zitate

„Ich erledige den Job so, dass sie’s nie vergessen werden.“ (Wer nun was nicht vergessen wird ...)

Die Kritik des Gunslingers:

Selbst ohne reichlich Dosbier am Start bietet vorliegender Streifen erstaunlich solide Thriller-Kost, der allerdings eine straffende Hand gut getan hätte. Der Film serviert uns in der ersten Hälfte eine Reihe unzweifelhaft exploitativer Elemente mit Trash-Einschlag – etwa leicht bekleidete Miezen, voyeuristische Kamera, sabbernd-grenzdebile Typen – die er allerdings nicht ausreizt. So bleiben die Darstellung von Gewalt und Sex stets im dezenten Bereich. Da ansonsten auch nicht viel passiert, schleicht sich doch die eine oder andere Länge ein. Doch dafür bleibt Zeit, die unverfälschte Frühsiebziger-Atmo auf sich wirken zu lassen. Auch nicht schlecht. Als dann Ellie und Larry den Zaster an sich nehmen und versuchen, Onkel Ben und seine Mobster zu leimen, tritt der Trash zur Seite, um einer trotz einiger Ungereimtheiten gut gemachten Thriller-Handlung Platz zu machen. Im Gegensatz zur Standard-Konfektionsware kann das Gauner-Pärchen hier allerdings kaum auf gnädige Zufalle bauen, um den durch den ergrimmten Onkel in Marsch gesetzten Killern zu entkommen. Straight, unspektakulär und dadurch umso gnadenloser laufen die Dinge ab wie sie halt ablaufen müssen. Der Streifen bietet keine Identifikationsfiguren an: Die Schwestern sind zwar nett zu schauen – insbesondere Tiffany Bolling, ein Playmate von 1972 – moralisch aber zumindest fragwürdig. Sie lügen, ohne rot zu werden, wechseln die Allianzen so oft wie andere leider nicht mal ihre Unterhose und vögeln ausschließlich für den eigenen Vorteil. Damit unterscheiden sie sich in nichts von der ebenfalls verkommenen Umgebung, in der Gefallen ausschließlich aus Berechnung gewährt werden. Der Score reicht vom in countrifiziertem Westcoast gehaltenen Titelsong über klassischen 7Ts-Instro-Funk bis zu sleazigen, saxofonierten Instrumentalpassagen, die sich auch für etwas schmierige Synthie-Sprengsel nicht zu schade sind. Komponist Carson Whitsett war ab Ende der 60er eng mit dem Stax-Label verbandelt und eine Institution in Sachen Orgelspiel.

Rating: $$$$ (Trash: $$$)

Splatter:

3/10

 

 

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