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Soylent Green - Jahr 2022 ... die überleben wollen

Info

OT: 
Soylent Green
AT:
... Jahr 2022 ... die überleben wollen...

Jahr: USA 1972
R:
Richard Fleischer
B:
Stanley R. Greenberg, Harry Harrison
K: Richard H. Kline
M: Fred Myrow
D: Charlton Heston, Edward G. Robinson, Chuck Connors, Joseph Cotten, Leigh Taylor-Young

Quelle: DVD (Warner)

 

Inhalt

Im Jahr 2022: Die Weltbevölkerung ist zahlenmässig explodiert, die Metropole New York ist auf über 40 Mllionen Menschen angewachsen. Die Strassen sind überfüllt; die armen Massen prügeln sich um Trinkwasser und Nahrung, während wenige Superreiche ein Leben in Saus und Braus führen, samt menschlichem "Mobiliar" in der Nobelherberge.
Echtes Essen gibt es kaum noch, der Hunger der Millionen wird mit Fertigprodukten der Soylent Corporation gestillt. In diesen Zeiten versucht der Cop Thorn (Charlton Heston) ein halbwegs vernünftiges Leben zu führen. Zusammen mit seinem alternden Kumpel und Kollegen Sol (Edward G. Robinson) bewohnt er eine eigene Butze - selbst für einen Polizisten nicht grade üblich. Um das bisschen an Lebensqualität noch zu erhalten, schiebt Thorn zwei Schichten am Tag - bei der Mordkommision sowie im Einsatz gegen Aufständische.
Eines Tages wird Thorn der Mord an einem Aufsichtsratmitglied der Soylent Co. (Joseph Cotton) übergeben. Der Täter scheint schnell gefunden, jedoch sorgen Thorns weitere Ermittlungen für Ungereimtheiten. Hinter dem oberflächlich eindeutigen Raubmord steckt viel mehr als gedacht. Als Thorn ein geheimer Geschäftsbericht der Soylent Co. in die Hände fällt, dämmert ihm Unheilvolles...

Die Kritik des Sargnagels (Achtung, Spoiler!):

Richard Fleischer (eigentlich eher für geradliniges Action-Kino bekannt) gelang einer der besten und wahrscheinlich der düsterste Sozial-Thriller in Hollywoods wilden 70ern. Die Zukunftsvision verspricht kein Fitzelchen Positives. Aufgrund der Massenbevölkerung hat menschliches Leben jeden Wert verloren - die aufständischen Hungernden werden mit Bulldozern von den Strassen entfernt, Frauen gelten als Einrichtungsgegenstand in Wohnungen der Reichen, Lebensmüde werden in "Sterbepalästen" entsorgt und (Achtung Spoiler!) der Nahrungskette als Soylent Green-Riegel wieder hinzugeführt.
Die Action tritt zugunsten der Handlung in den Hintergrund; der Streifen ist sehr dialoglastig, inhaltlicher Wert wurde vor allem auf die Atmosphäre (z.B. der Smog auf den versifften, überfüllten Straßen New Yorks; die klinischen Nobelherbergen der Reichen) und die Lebensumstände in der nahen Zukunft gelegt, was vor allem der Glaubwürdigkeit der Protaginisten zugute kommt.
Charlton Heston brilliert, die Wandlung des Thorn vom selbstbedachten Zyniker zum Menschenfreund bringt er unterstützt von der stringenten Handlung glaubhaft rüber. Tragisch ist Edward G. Robinsons Rolle, er verstarb kurz nach den Dreharbeiten. Daher mutet sein Filmtod in der futuristischen Sterbelaube im Nachhinein fast schon prophetisch an - dennoch: ein bewegender Filmabgang für einen großen Menschen und Schauspieler. Chuck Connors darf wieder als fieser Bösewicht ran und das wie immer überzeugend.
Insgesamt ein Paradestück des damaligen "New Hollywood", exquisit durchdacht, packend in der Geschichte und für einen SciFi-Streifen sehr stimmig.

Rating: $$$$$-

Splatter:

0/10

 

 

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