Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Mädchen von Hongkong, Das

Info

OT: 
Das Mädchen von Hongkong
AT:
Das Mädchen aus Hongkong

Jahr: D 1973
R:
Jürgen Roland
B:
Herbert Reinecker
K:
Klaus Werner
M:
diverse
D:
Joachim Fuchsberger, Arthur Brauss, Li Paelz, Pierre Vernier

Quelle: TV (Das 4.)

 

Inhalt

Edward Collins (Jimmy Shaw) hat eigentlich alles, um zufrieden zu sein: einen wohldotierten Job nebst scharfer, stinkreicher Verlobter (Veronique Vendell). Doch dann steckt der Gutste seinen Riechkolben zu tief in Dinge, die ihn nüscht angehen und endet – Peng – mit einem Stück Blei im Balg im Hafen von Hongkong.
Wie’s der Zufall will, trudelt tags darauf Collins’ alter Kumpel ein, der Abenteurer und Lebemann Frank Boyd (Joachim Fuchsberger), der seinem Spezi eigentlich nur einen Besuch abstatten möchte. Als er vom Ableben Eddies hört, wanzt er sich sofort an dessen Schwiegervater in spe ran, den reichen Harris (Grégoire Aslan), der eine Belohnung von zehn Riesen auf den Kopf des Mörders ausgesetzt hat. Mit einem eher plumpen Trick und seiner großen Fresse ergattert der chronisch klamme Boyd den Auftrag des eher widerstrebenden Millionärs und macht sich an die Recherche.
Die Spuren führen ins Hafenmilieu, von wo aus der „ehrenwerte“ Geschäftsmann Delgado (Arthur Brauss) einen schwunghaften Heroin-Handel am Laufen hält. Delgado kriegt schnell mit, wer da ungebeten in der Scheiße rührt und setzt seine Mannen in Marsch, um Boyd zu finalisieren. Aber der ist nicht nur mit allen Wassern gewaschen, sondern auch so handfest, dass sich Delgados unterbelichtete Schlaghosen-Schläger immer wieder die Zähne an dem Fuchs ausbeißen.

Zitate

Delgado: „Der Junge arbeitet mit Köpfchen, aber das können wir auch.“ – Scherge: „Ich bin für Totschlagen.“ (Da kennt jemand den Unterschied nicht zwischen MIT und AUFS Köpfchen)

Die Kritik des Gunslingers:

Jürgen Roland, der immer wieder gut war für gute bis hervorragende Arbeiten, legte mit diesem Streifen einen flott inszenierten Krimi mit deutlichem Trash- und Exploitation-Schlag vor. Exotische Schauplätze, die 70er-Atmo, eine halbwegs interessante Geschichte und nicht zuletzt die prinzipiell gut angelegten Action-Sequenzen hätten durchaus das Zeug gehabt zu einem mehr als unterhaltsamen oder gar passablen Endergebnis.
Doch zu tief suhlt sich der Streifen beispielsweise in Klischees, dass es schon wehtut: Der Asiate ist entweder verschlagen oder fiepsstimmiger Wäscheleibesitzel ;-), unfreundlich sowieso. Ganz grauenvoll ist die Figur der Mai Lin (Li Paelz), die sich unerträglich naiv durch die Sets piepst und mit der Handlung nur peripher was zu tun hat. Ab und zu darf sie Fuchsberger die Stiefeletten vom Mauken schälen, Tee kochen und das Bett anwärmen oder ihn trotz ihrer – natürlich – jämmerlichen Fahrkünste durch Hongkong kutschieren. Fuchsberger selbst macht eigentlich eine gute Figur, wenngleich man ihm das Marlboro schmauchende, coole Raubein nur eingeschränkt abnimmt, aber das mag auch an einschlägiger Vorbelastung meinerseits liegen. Arthur Brauss ist gewohnt klasse als schmieriger Sub-Boss: Ich mag den Mann.
Der Score, aus Kostengründen wohl aus der Konserve zusammengestellt, bietet teilweise wirklich tolle 70er-Funk-Instro-Untermalung. Groovt! Putzig sind die Schlägereien, in denen ein etwas schwerfälliger Fuchsberger mit gleich vier quirligen Mobstern fertig wird: Die fallen schon um, wenn „Blacky“ sie mit Pressspan-Schemelchen bewirft. Schön auch die Folterszene, in der Arthur Brauss rotweinsüffelnd dabei sitzt, als einer seiner Schergen Li Paelz vertrimmt. Anschließend wird die Gutste unter einem sich langsam senkenden, rotierenden Deckenventilator festgezurrt. Eigentlich fast schon überflüssig zu erwähnen, dass sich Ihre Ladyschaften nahezu allesamt mal nackich machen dürfen.

Rating: $$$- (Trash: $$$$)

Splatter:

1/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien