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Dealer Connection - Die Straße des Heroins

Info

OT: 
La Via della Droga

Jahr: I 1977
R:
Enzo Girolami ("Enzo G. Castellari")
B:
Massimo de Rita
K: Roberto Girometti
M: Goblin
D: Fabio Testi, David Hemmings, Joshua Sinclair ("John Loffredo"), Romano Puppo

Quelle: VHS (EuroVideo)

 

Inhalt

Rom ist zwar nur eine unbedeutende Drehscheibe im Heroinkarussell zwischen Asien, den USA und Europa. Doch trotzdem setzt der Brite Mike Hamilton (David Hemmings), Leiter streng geheimer Undercoveroperationen in der italienischen Hauptstadt, alles dran, den italienischen Oberboss zu schnappen. Ihm zur Seite steht der Drogenfahnder Fabio (Fabio Testi), der sich mit der nötigen Street-Credibility und als Lone Wolf der Drogenszene getarnt, das Vertrauen des lokalen Drogenhilfsbarons Gianni (Joshua Sinclair) erschleicht, um an die Spitze ranzukommen.
Aufgrund der erfolgreichen Polizeiarbeit und des steigenden Bedarfs, droht in Rom das Heroin knapp zu werden. Also soll Fabio nach Genua zur nächsthöheren Instanz des Drogenkartells, um dort für Nachschub zu sorgen. Das geht gründlich schief, weil ihn anstelle eines gut gefüllten Drogencontainers, drei Typen mit Bleispritzen erwarten, denen er heimleuchten muss. Mit geheimer Unterstützung seines Freundes Hamilton rippt Fabio mit zwei Gangstern für Gianni die Asservatenkammer der Stadt und erbeutet ein gar erklecklich Menglein Schnee.Doch ist der Stoff mit einem Peilsender präpariert, den die Gangster bei der ersten "Qualitätsprobe" finden. Damit ist Fabios Tarnung perdu, der nun mit offenem Visier zur Tat schreitet, um den Obermacker zu erwischen.

Zitate:

"Süchtige und Nutten sind alle gleich: Sie können es nicht erwarten, ihre Geschichte loszuwerden." (Fabio teilt sich mit dem süchtigen Kleindealer Gilo (Wolfgango Soldati) eine Knastzelle)

Gilo verlangt von seiner Freundin (Sherry Buchanan) die Herausgabe des Nuttengeldes: "Komm, gib mir das Geld: Ich muss Stoff besorgen." - Fabio: "Du bist vielleicht ein Stück Scheiße: Geh lieber arbeiten!"

Die Kritik des Gunslingers:

Action-Kracher von Castellari, der schwer aus den Startlöchern kommt, um dann geradlinig auf sein Ziel loszumarschieren. Der Beginn ist schon reichlich bizarr: Ohne Worte hakt die Geschichte zum Prog-Rock von Goblin kurze unzusammenhängende Episoden in den Drogenzentren Hongkong, New York und Amsterdam ab, die nicht wirklich die Zielrichtung des Films klarstellen. Erst als Fabio für den Zuschauer als Undercover-Cop geoutet wird, findet man allmählich in die zuerst kryptische Story. Um die Action hat das Buch zur moralischen Erbauung kleine Nebenhandlungen um Fixerelend, Beschaffungskriminalität und -prostitution gewebt. Das wirkt etwas aufgesetzt, doch die Action-Szenen sind ohne Fehl und Tadel. Die Hauptfiguren bleiben samt und sonders blass, interessieren auch nicht weiter, während der Oberschurke, der am Ende natürlich dran glauben muss, den ganzen Film über gleich weitgehend unsichtbar und wenig bedrohlich bleibt. Groß ist der oberbrutale Kleindealer (Angelo Ragusa), der einen blanken Süchtigen auf Turkey wegen Außenständen vermöbelt und dabei dessen letztes Eitsch im Klo verteilt. Nach der Behandlung muss dieser mit letzter Kraft das Pulver von der dreckigen Schüssel abschlecken, um doch noch auf seine Kosten zu kommen.
Ich mag an diesem Zeugs die unglaubliche 70s-Atmo, angefangen von den Klamotten und Autos - Hamilton kutschiert mit einem Ford Granada/Consul (?) durch die Gegend - bis hin zu den astreinen Fönwellen. Die Goblin-Musik ist eh' erhaben. Wieso dieser Film in der vorliegenden Fassung ein "FSK 12" bekommen hat, wundert sich doch schlussendlich selbst der im Nehmen recht harte Gunslinger.

Rating: $$$

Splatter:

2/10

 

 

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