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Scanners - Ihre Gedanken können töten

Info

OT: 
Scanners
Jahr:
KAN 1981
R, B:
David Cronenberg
K:
Mark Irwin
M:
Howard Shore
D:
Stephen Lack, Jennifer O’Neill, Patrick McGoohan, Michael Ironside

Quelle: TV (3sat)

 

Inhalt

Der staatliche Konzern Consec fährt ein Programm, in dem Menschen mit extremen telepathischen Fähigkeiten, sogenannte „Scanner“, untersucht und auf ihre Verwendungsfähigkeit für Spezialeinheiten getestet werden. Doch das Programm steckt in der Krise, denn der Scanner Darryl Revok (Michael Ironside) strebt mit Hilfe seiner telepathisch begabten Leidensgenossen einen gesellschaftlichen Umsturz an. So hat Consec allmählich den Kontakt zu den bekannten Scannern verloren, die sich entweder der Revok’schen Untergrundbewegung angeschlossen haben, oder sich vor dem gewalttätigen Renegaten und seinen Schergen versteckt halten.
Dr. Paul Ruth (Patrick McGoohan), Leiter des Scanner-Programms, will mit Hilfe des jungen Scanners Cameron Vale (Stephen Lack), den er aus der Gosse holt, Revok stoppen. Mit Hilfe von Ruth lernt Vale bald, seine Fähigkeiten kontrolliert einzusetzen und erweist sich als mächtiger Telepath. Doch Revok hat bereits die Fährte Vales aufgenommen und ist dank eines Maulwurfs bei Consec immer auf dem neuesten Stand. Vale und seine Mitstreiterin Kim Obrist (Jennifer O’Neill) stoßen auf eine Verschwörung, die größer ist als erwartet. Viel größer. Und auch über sich selbst gibt’s noch eine Menge Neues zu erfahren. Oh ja.

Zitate

In meinem Kopf waren zu viele Menschen. Da war für mich kein Platz mehr.“ (Revok)

Ruth: „Telepathie ist mehr als Gedankenlesen. Es ist die Verbindung zweier Nervensysteme.“

Keller (Lawrence Dane): „Mein Junge, reicht dir das als Vollmacht?“ (Ein dicker Püster in der Faust hebelt auch die humorlosesten Arbeitsanweisungen aus)

Die Kritik des Gunslingers:

Ja, liebe Freunde, das hier ist der Film mit dem legendär gewordenen, platzenden Schädel, doch ist er je nach Sichtweise viel mehr oder weniger als dies. David Cronenberg, der alte Schleim- und Körperflüssigkeiten-Afficionado, beschreitet mit „Scanners“ viel konventionellere Pfade als gewohnt. Zwar taucht man hin und wieder in die bekannten Cronenberg’schen Welten ein, neben der Schädelszene etwa im Schlussduell mit seinen schwellenden Blutgefäßen und verdampfenden Augäpfeln. Aber alles in allem bewegt sich der Meister auf eher konventionellen SciFi-Thriller-Pfaden mit recht hohem Action-Anteil. Damit erreichte Cronenberg ein deutlich größeres Publikum als mit seinen schleimigen, vertrackten Frühwerken, wie "Parasitenmörder", büßt aber gleichzeitig einiges an Faszination ein.
Es geht um medizinisch-wissenschaftliche Ethik, die Gefahr staatlicher Allmacht und eine kurze Abhandlung zum Thema „Gut und Böse“, die aus der gleichen Wurzel hervorgehen und jederzeit ineinander übergehen können. Da dies alles aber nur angerissen wird, erteilt uns der Streifen seine Message in homöopathischen Dosen, so dass wir es letztlich mit einem klassischen, gut gemachten B-Movie zu tun haben. Einer der Pluspunkte des Streifens ist die trübe, freudlose End-70er-Atmo, die bereits für sich eine gewisse Härte bietet. Bei den Schauspielern ist insbesondere die Leistung Michael Ironsides als knallharter Gegenspieler Vales erwähnenswert. Ex-„Prisoner“ Patrick McGoohan darf sich wiederholt durch den Rauschebart streichen, kann sich aber ansonsten nicht profilieren, was aber in erster Linie am Buch liegt, das seine Rolle gemessen am Potenzial zu klein anlegt.
Ansonsten bietet der Film solide Unterhaltung, ohne zu glänzen.

Rating: $$$

Splatter:

5/10

 

 

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