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Burrowers - Das Böse unter der Erde, The

Info

OT: 
The Burrowers

Jahr: USA 2008
R, B: JT Petty
K: Phil Parmet
M: Joseph Laduca
D: William Mapother, Karl Geary, Sean Patrick Thomas, Victor Hutchison

Quelle: DVD (Savoy)

 

Inhalt

Als 1879 in den Dakota-Territories eine Pionier-Familie entführt wird, während sich ihre Nachbarn anscheinend selbst entleibt haben, stehen die Schuldigen sofort fest: Die Roten waren’s, nicht die Kommies, liebe Freunde ;-), sondern halt die feindlichen Indianer. Der so bornierte wie sadistische Captain Henry Victor (Doug Hutchison) stellt einen Suchtrupp auf, um die Vermissten wieder herzuschaffen und den Ureinwohnern etwas Anstand beizupulen.
Schnell wird man eines Sioux habhaft, der allerdings trotz handfester Sonderbehandlung nichts zur Klärung des Falles beitragen möchte. Aber immerhin erwähnt er die „Wühler“, eine ominöse Lebensform, die in der Prärie auf Menschenjagd geht. Im Suchtrupp kommt es derweil angesichts der halsstarrigen Haltung des Captains, der partout auf Indianerjagd gehen will, zum Zerwürfnis: Unter Leitung der erfahrenen Westmänner William Parcher (William Mapother) und John Clay (Clancy Brown) machen sich die fünf Zivilisten im Team auf eigene Faust auf die Suche.
Aber nicht nur die extrem feindseligen Sioux wollen dem Trüppchen ans Leder: Unter der Erde lauert ein deutlich unangenehmerer Feind, der es auf die Ärsche aller Anwesenden abgesehen hat.

Zitate

Eine magere Frau. Da könnten Sie es genauso gut mit ihrem Jungen treiben.“ (John Clay disst Parchers Angebetete)

Parcher: „Da kratzt etwas in ihr drinnen.“

Victor: „Er hätte mir sein Leben zu verdanken, wenn er überlebt hätte.“

Die Kritik des Gunslingers:

Regisseur und Autor JT Petty, der den Maniax bereits durch seinen wohlgeratenen Erstling „Soft for Digging“ aufgefallen ist, legt mit den „Burrowers“ einen ungewöhnlichen Blend aus Western und Horrorfilm vor. Und auch diesmal kann sich das Ergebnis, das auf einem Kurzfilm Pettys basiert, mehr als sehen lassen.
Obwohl man den Film in New Mexico abdrehte, ist hier so gar nichts von sonneflirrenden Landschaften zu sehen. Im Gegenteil: Die Welt wirkt dank der verwaschenen Bilder grau und trist; das Leben im Westen ist hart und nichts für Memmen. Von der ersten Sekunde an schwingt zudem eine extrem unangenehme Stimmung mit. Anfangs manifestiert sie sich nur in Geräuschen oder wird durch die Aktionen der Protagonisten transportiert: Schreie in der Nacht, Schüsse, ein Pferd, das in einem der dubiosen großen Erdlöcher strauchelt, die gruseligen Andeutungen des gefangenen Indianers.
Später dann übernimmt der Horror immer mehr das Kommando, je mehr Informationen über die geheimnisvollen Wühler ans Tageslicht kommen, bis diese sich dann selbst zeigen. An dieser Stelle Hut ab vor den SFX. Hier ist nix CGI, sondern alles handgemacht: Miniaturen, mechanisch animierte Modelle, viel Latex und das alles sehr überzeugend umgesetzt.
Doch steckt hinter dem Streifen weit mehr als ein gut gemachter Horror-Western: So reißt das Buch beispielsweise auch noch Öko-Probleme an, denn die Wühler sind erst auf menschliche Kost umgestiegen, als ihnen die Weißen die Büffel als Hauptnahrungsquelle nahmen. Den Kalkärschen schiebt das Skript auch in anderer Hinsicht den eigentlichen Schwarzen Peter bei der Misere zu. Sie sind nicht nur Öko-Schweine, sondern es ist auch ihre blinde Borniertheit, der eine Zusammenarbeit aller – nennen wir es mal – Ethnien und damit durchaus mögliche Lösung des Problems verhindert. Anstatt etwa das Wissen der Indianer über die Wühler anzuzapfen – die Ute bekämpfen diese durchaus erfolgreich –, verschließt man lieber die Augen und legt die Indianer um, wo man ihnen begegnet.
Klasse Darsteller und ein feiner Schlusstrack – ein spröder Countrysong von Grant Campbell – runden den Streifen nach oben ab. Trivia: William Mapother ist übrigens ein Cousin von Tom Cruise, wen’s interessiert ;-)

Rating: $$$$+

Splatter:

7/10

 

 

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