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Körper meines Feindes, Der

Info

OT: 
Le Corps de mon Ennemi

Jahr: F 1976
R, B:
Henri Verneuil
B:
Michel Audiard, Felicien Marceau
K:
Jean Penzer
M:
Francis Lai
D:
Jean-Paul Belmondo, Marie-France Pisier, Bernard Blier, Claude Brosset

Quelle: TV (Das Vierte)

 

Inhalt

Als er eine Affäre mit der so reichen wie gelangweilten Fabrikantentochter Gilberte Liégard (Marie-France Pisier) beginnt, scheint auch für den aus kleinen Verhältnissen stammenden Francois Leclerq (Jean-Paul Belmondo) die Sonne zu scheinen. Die Clique des reichen Textilunternehmers Liégard (Bernard Blier), zu der die einflussreichsten Männer der Stadt gehören, nimmt Francois in ihre Mitte auf. Diese Verflechtung zum Kapital bricht allerdings Leclerq Sr. (René Léfèvre) das Genick, der zum Ärger der Liégard-Clique als Unabhängiger fürs Bürgermeisteramt streitet: Nachdem lancierte Fotos Sohnemann beim trauten Tete-à-Tete mit den Mächtigen zeigen, ist die Glaubwürdigkeit dahin und die politische Karriere beendet.
Francois, der’s denen da oben nun zeigen will, wird Partner und Geschäftsführer des windigen di Massa (Francois Perrot), der einen Nobel-Club mit Hostessen-Betreuung aufzieht. Doch einmal mehr liegt Leclerqs Arsch mitten im Weg der Großkopfeten: Diese nutzen den Club nämlich als florierenden Drogenumschlagsplatz, was Francois verhindern möchte. Ehe er weiß, wie ihm geschieht, sind eines seiner Zigarettenmädchen und ihr Lover, ein aufstrebender Fußballstar, mit seiner Knarre ermordet, und er fährt für zehn Jahre ein. Nach sieben Jahren guter Führung ist er zurück und auf der Suche nach den wahren Mördern, die aber schon bald ihren Apparat wieder anwerfen.

Zitate:

„Der Ärmste legt mir seit vier Jahren sein Herz, seinen Namen und sein Vermögen zu Füßen.“ (Gilberte über einen Aspiranten, der bei ihr (erstmal) nicht zum Zuge kommt)

„Natürlich haben wir ein paar Mal miteinander geschlafen. Aber was ist das für eine Welt, in der man eine Frau ‚Geliebte’ nennt, nur weil man mit ihr einige gemeinsame Bewegungen gemacht hat.“ (Francois aus dem Off)

Die Kritik des Gunslingers:

Gut gemachter Film noir, der am Ende immerhin noch einen Hoffnungsstreifen aufzeigt. Verneuils Film überzeugt dabei weniger durch seinen Thrill, der ist nämlich nur unterschwellig vorhanden, als vielmehr durch seine ausgeklügelte Struktur. So entrollt sich die Geschichte parallel auf zwei Zeitebenen: die Zeit vor und die nach dem Knast. Hierfür nutzt Verneuil zahlreiche, zum Teil ineinander verschachtelte Rückblenden, die zwar die Zusammenhänge klären, doch erhöhte Aufmerksamkeit verlangen. Sachverhalte, die nicht explizit visualisiert werden, erläutert Francois als Off-Erzähler, im übrigen auch Stilmittel, deren sich auch die Hollywood Noirs der 40er- und 50er-Jahre gerne bedienten.
Belmondo hat noch einmal die Gelegenheit zu zeigen, dass er tatsächlich ein Schauspieler und dazu ein guter ist, und nicht nur ein Action-Clown auf Speed. Auch seine Mitspieler überzeugen: Wenn man denn nun einen herauspicken möchte, hat mir besonders gut Bernard Blier gefallen als gar nicht mal so unsympathischer Textil-Mogul.

Rating: $$$$

Splatter:

1/10

 

 

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