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Einarmige Schwertkämpferin, Die

Info

OT: 
Nu Du Bei Do

AT:
Li Feng - Die einarmige Schwertkämpferin
Lui Duk Bei Diy (HK)

Jahr: HK/TAIW 1972
R, B: Chen Hung Lieh = Sheng-en Chin = Gam Sing Yan
K: Chang Lin Shui = Chang Rui Lin
M: ?
D: Ching Ching Chang, Kang Ming, Tin Ming, Tsu Wei Hua

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Leicht haben sie es nicht, die Schurken, Räuber und Strauchdiebe im alten China, denn mit aller Kraft und scharfer Klinge rückt ihnen Li Feng (Ching Ching Chang) auf den Pelz, die man nicht von ungefähr „Die Töterin“ nennt. Entsprechend groß ist die Zahl der Feinde der tugendhaften Schwertkämpferin. Einem von diesen, Lao Pu, dem „König der Raubritter“, gelingt es, Li Feng durch eine wahrhaft hinterfotzige List mit einem vergifteten Schwert zu verwunden. Zwar kann sie ein Maskierter, Wang Pang Fei (Kang Ming(?)), genannt „Der schwarze Drachen“, retten, doch das Gift erfordert leider die Extraktion des linken Armes. Auch diese übernimmt Wang, dessen Maskerade so aussieht, als habe man einen Imker im Trauerflor vor sich, mit einem einzigen Schwerthieb. Nachdem sich ihr Retter blitzartig vom Hof gemacht hat, trainiert Li drei Jahre lang, um vom schweinösen Raubritter-König die Rechnung einzufordern.
Doch der sieht die Gefahr heraufziehen und schafft es mit einer Intrige, die Li Feng ihre sorgsam bewahrte Unschuld kostet, den „Schwarzen Drachen“ und Li gegeneinander auszuspielen. Das fliegt zwar nach ’ner Zeit auf, aber nach allerhand Raufhändeln steht Li trotzdem allein ihren Feinden gegenüber, da Wang durch einen Säureangriff auf Dauer erblindet ist.

Die Kritik des Gunslingers:

Nach dem erfolgreichen „Einarmigen Schwertkämpfer“, den das Shaw-Studio 1967 antreten ließ, setzte dieser in Taiwan und Hongkong produzierte Indie-Streifen meines Wissens zum ersten Mal eine einarmige Schwertkämpferin in Marsch. Die Handlung folgt dabei dem klassischen Wuxia-Muster, bei dem ein einsamer Kämpfer im historischen China Rache sucht, Buße tut, die Ehre wiedergewinnen möchte, was auch immer, jedenfalls als Freelancer durch die Lande streift. Und auch die Stilmittel des Films sind klassisch: angefangen von den unglaublichen Sprungfertigkeiten der Kämpfer, die schon mal die Oberfläche eines Sees als Trampolin nutzen oder locker im Salto auf Hausdächer hüpfen, übernatürliche Kräfte bis hin zum Einsatz von Magie, kommt hier ein guter Teil des Standard-Wuxia-Repertoires zum Einsatz. Dazu gibt’s ein paar nette Gimmicks, wie Schmeißfliegen über fünf Meter in die offene Futterluke eines Streitsuchenden zu werfen, das Töten von Gegnern mittels präzise in den Mund geworfener kleine Zweige oder mit Säure gefüllte Fahnenstiele, die Lao Pus Schergen wie Feuerwehrschläuche einsetzen *lach*.
Der Trashfaktor ist angenehm hoch: Großartig ist zum Beispiel die Nebenhandlung, in der die rasende Li den „Schwarzen Drachen“ sucht, den sie glaubt, für ihre Entjungferung haftbar machen zu können. Dabei stößt sie auf zig Typen, die sie bekämpft, da die genau die gleiche Maskierung tragen wie Wang – was muss der ’ne Fanbase haben –, weil sie allesamt im Gesicht entstellt sind. Da sind wir gleich beim nächsten Punkt, denn die Maske – ob Hasenzähne, scheußliche Narben oder Glubschaugen – ist so dilletantisch, dass man wahrscheinlich überzeugendere Lösungen in der Halloween-Abteilung großer Kaufhäuser findet.
Gut choreografiert und unterschwellig blutig sind die Kampfszenen, wenngleich dieses sich im Verlauf abnutzt. Die Handlung ist schließlich doch ein wenig überschaubar. Immerhin wagt man auch mal sowas wie Spitscreen oder ein Standzwischenbild mit sich ausbreitender, getrickster Blutlache. Die von mir gesichtete TV-Fassung war in lausigem Zustand: stark rauschende Tonspur und jede Menge Jumpcuts. Zu wünschen übrig ließ auch die Synchronisation: Zumindest die Sprecherin auf Ching Ching Chang passt gar nicht.

Rating: $$$ (Trash: $$$$)

Splatter:

2/10

 

 

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