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Folterkammer des Hexenjägers, Die

Info

OT: 
The haunted Palace

AT:
The Case of Charles Dexter Ward
Edgar Allan Poe’s The haunted Palace

Jahr: USA 1963
R:
Roger Corman
B:
Charles Beaumont
K:
Floyd Crosby
M:
Ronald Stein
D:
Vincent Price, Debra Paget, Lon Chaney Jr. Frank Maxwell

Quelle: DVD (ems)

 

Inhalt

Mitte des 18. Jahrhunderts sind die Einwohner des kleinen neuenglischen Dorfes Arkham furchtbar genervt von den Umtrieben des der Hexerei verdächtigten Joseph Curwen (Vincent Price), über den allerhand Gerüchte kursieren. So sei er im Besitz des Necronomicons, des sagenumwobenen Buches, das seinem Eigentümer unbegrenzte Macht verleihen soll. Mit Hilfe des Schmökers sei eine neue Menschenrasse in der Mache, die Curwen in den örtlichen Jungfrauen, die er auf sein Schloss entführt, heranzüchten wolle. Gerüchte, wie gesagt, doch verschwinden immer wieder Frauen und kehren mit Erinnerungsschwund zurück, um neun Monate später ein in der Regel schwer behindertes Kind zu gebären. Also formiert sich in Arkham kurzerhand ein schlagkräftiger Lynchmob, der dem Hexenmeister im wahrsten Sinne kräftig einheizt. Bevor er sein Leben auf dem Scheiterhaufen aushaucht, verflucht er selbstredend noch die Dörfler und droht seine Rückkehr an.
Rund 100 Jahre später tauchen Charles Dexter Ward (Vincent Price) und seine Gattin Anne (Debra Paget) in Arkham auf. Ward ist ein Nachfahre Curwens und hat das Haus geerbt. Trotz aller Warnungen der verstockten Dörfler nehmen die Wards im riesigen, wenig anheimelnden Schloss des verblichenen Hexers Quartier, in dem der etwas schimmlig wirkende Verwalter Simon (Lon Chaney Jr.) nach dem Rechten sieht. Doch schon bald gerät Ward in den Bann Curwens, der nun die Gelegenheit zur Rückkehr, zur Reanimierung seiner einstigen Verlobten Hester (Cathie Merchant) und natürlich zur Rache gekommen sieht. Es entbrennt ein Duell um die fleischliche Hülle Wards, in dem – da hilft kein Zetern und kein Schreien seitens Anns - der Hexer die Oberhand zu behalten scheint.

Zitate:

Weeden (Leo Gordon): „Mr. Ward, gehen Sie nicht dorthin. Das ist kein Haus, das ist ein Palast für Wahnsinnige.“ – Ann: „Ein Palast? Das wusste ich ja gar nicht.“ (Hm, das Wesentliche hat Ann nicht wirklich erfasst, finde ich)

„Ich werde meine Rache nicht beenden, bevor das Dorf auf dem Friedhof liegt.“ (Curwen / Ward. Das lässt nischt Gutes erwarten)

Die Kritik des Gunslingers:

Mit Gewalt presste American International den Film in die Poe-Reihe Cormans, indem der Titel eines E.A.-Poe-Gedichts für den Filmtitel verwendet wurde. Doch in Wirklichkeit basiert „Die Folterkammer…“ auf zwei Geschichten von H.P.Lovecraft, dem es weniger um das hintergründige Demaskieren dekadenter Gesellschaftsstrukturen ging, als vielmehr um die Darstellung des Fantastischen, Übernatürlichen und Bösen, beispielsweise in Gestalt des immer wieder in seinem Werk auftauchenden „Necronomicons“.
Drei Dinge machen den Film zu einem Klassiker des altmodischen Gruselkinos. Als erstes die schauspielerischen Leistungen, allen voran die tolle Performance von Vincent Price, der allein durch kleine nuancierte Änderungen im Mienenspiel, der Körper- und Gesichtsspannung den Identitätswechsel zwischen Ward und Curwen jederzeit plastisch macht. Zweitens der klassische Orchesterscore von Ronald Stein mit seinem getragenen Titelthema sowie die schöne Ausstattung. Hinzu kommen die gute Kameraführung und die dezente Ausleuchtung der Sets. Diese Aspekte lassen beispielsweise Mankos, wie das eher, nun ja, lausige Makeup, beispielsweise der Entstellten, und Schwächen im Plot in den Hintergrund treten.

Rating: $$$$

Splatter:

0/10

 

 

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