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Eiskalte Typen auf heißen Öfen

Info

OT: 
Uomini si nasce Poliziotti si muore

Jahr: I 1976
R:
Ruggero Deodato
B:
Fernando di Leo
K:
Guglielmo Mancori
M:
Urbaldo Continello
D:
Ray Lovelock, Marc Porel, Adolfo Celi, Renato Salvatori

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Alfredo (Marc Porel) und Alberto (Ray Lovelock) sehen zwar aus wie frisch aus der Penne entlassen, sind aber als Roms härteste Bullen Mitglieder einer geheimen Spezialeinheit. Als solche cruisen sie am liebsten zu zweit auf dem Bike durch die Straßen Roms und lehren die Unterwelt das Fürchten. Gangster müssen eher mit einem vorzeitigen Ableben durch Genickbruch oder eine sorgfältig gesetzte Kugel rechnen, als dass sie lebend einen Knast erreichen. Auch Verhöre führen die Sonnyboys am liebsten privat und mit für Beamte eher unkonventionellen Methoden.
Doch Zielobjekt Nummer Eins ihrer „Polizeiarbeit“ ist Roberto „Bibi“ Pasquini (Renato Salvatori), schwer zu fassender König des illegalen Glücksspiels. Neuen Drive erhält die Geschichte aber erst, als Pasquinis Leute einen Kumpel der Superbullen liquidieren. Dank eines bezahlten Informanten (Daniele Dublino) bei der städtischen Polizei weiß Pasquini bald, wer ihm da mit Feuer und Blei zu Leibe rückt.

Zitate:

„Der ist so schwul, der dampft schon.“ (Alberto befleißigt sich nicht wirklich eines korrekten Umgangstons)

Alfredo: „Wo wohnt dieser Pogetti (Bruno Corazzari)?“ – Paolo (Gino Pagnani): “Normalerweise bei sich zuhause.”

Die Kritik des Gunslingers:

Tempo- und blutreiche Polizei-Action von Ruggero Deodato, einem der Protagonisten des italienischen Exploitation-Films. Die beiden Bullen morden und foltern sich durch den römischen Banditenstadl, dass es eine wahre Wonne ist. Nebenbei teilen sie sich auch die Frauen, die so als Zeugen oder Lockvögel anfallen. Die 70er-Jahre-Atmo ist dabei auch dank des groovenden Scores klassisch, der Umgangston rüde und weit davon ab, pc zu sein.
Wie für den italienischen 70s-Polizeifilm nicht ungewöhnlich, ist auch hier in der Handlung nur ein dünner roter Faden erkennbar, nämlich die Jagd auf Pasquini, mit dem die rohen Nebenplots manchmal schlecht, zumeist aber gar nicht verknüpft sind. Die Geschehnisse sind derart ins Groteske übersteigert, dass man das auf den ersten Blick gewaltverherrlichende Geschehen auch als Kritik am selbigen auffassen mag.
Ein kluger Schachzug wäre in diesem Zusammenhang auch die Besetzung der Hauptrollen mit den (zu) jungen, gutaussehenden, glattrasierten Porel und Lovelock, denen man die sadistischen, ultrabrutalen Bullenschweine nicht abnimmt. Aber wir sind nicht hier, um filmtheoretische Betrachtungen anzustellen, liebe Gemeinde. Spaß macht das Teil auf jeden Fall, wenn man sich nicht vom selten dämlichen deutschen Titel in die Irre führen lässt.

Rating: $$ (Trash: $$$$$)

Splatter:

4/10

 

 

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