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Mit teuflischen Grüßen

Info

OT: 
Diaboliquement Votre
AT:

Diabolicamente tua (I)
Teuflisches Spiel (DDR)

Jahr: F/I/D 1967
R: Julien Duvivier
B: Julien Duvivier, Jean Bolvary, Roland Girard
K: Henri Decae
M: Francois de Roubaix
D: Alain Delon, Senta Berger, Sergio Fantoni, Peter Mosbacher

Quelle: TV (mdr)

 

Inhalt

Nach drei Wochen Koma infolge eines Autounfalls erwacht ein junger Mann (Alain Delon) in einer Klinik, ohne sich an irgendetwas erinnern zu können. Bis auf die Mattscheibe hat er allerdings keine bleibenden Schäden erlitten und sein Leben, das sich vor ihm nun aufblättert, scheint perfekt zu sein. Er heißt Georges Compo, ist gut situierter Geschäftsmann, frisch aus Hongkong auf sein nobles Landgut nach Frankreich zurück gekehrt und verheiratet mit der schönen Christiane (Senta Berger). Doch irgend etwas scheint faul an dem Idyll: Christiane achtet penibel und liebevoll darauf, dass er seine Medis einnimmt, verweigert sich ihm aber mit fadenscheinigen Ausreden. Sein angeblicher alter Freund, der unter einem Dach mit dem Paar lebende Arzt Frederic Lonet (Sergio Fantoni), noch dazu zuständig für Georges’ Medikation, ist ihm nicht koscher. Und zudem ist Georges das ganze China-Getue inklusive Meditation und Tee-Zeremonie völlig fremd; zumal in seinen Träumen tauchen bruchstückhafte Erinnerungsfetzen auftauchen, die der Realität zuwiderlaufen: Kriegserinnerungen, Szenen aus Algerien, andere Namen. Weiters häufen sich seltsame Vor- und Unfälle, wie die zufällig aufstehende, versteckte Falltür, ein herabstürzender Kronleuchter, der Georges nur durch Zufall verfehlt, „sein“ Hund, der ihn am liebsten verfrühstücken würde. Das Anwesen ist außerdem ziemlich abgelegen und festungsartig ummauert. Dann findet Georges auch noch eine vorm Gewächshaus verscharrte Leiche, was die Ereignisse deutlich beschleunigt.

Zitate

„In diesem ganzen beschissenen Leben habe ich noch nie so viel Tee gesoffen.“ (Nanu, klingt da etwa Unzufriedenheit an, lieber Georges?)

Die Kritik des Gunslingers:

Mit seinem letzten Film hat Routinier Julien Duvivier einen richtig feinen Psychothriller hinbekommen. Zwar ist dem Zuschauer, der immer etwas mehr weiß als Georges, schon sehr früh klar, wo in etwa die Leiche begraben ist, doch Georges’ Kampf um die Wahrheit ist bis zum Schluss spannend. Das kleine Ensemble ist hervorragend: Es wird immer wieder schmerzlich klar, was für tolle Sachen Senta Berger in den 60ern und frühen 70ern gemacht hat, weit jenseits aller später folgenden TV-Nichtigkeiten. Gleiches gilt für Alain Delon, der sich zehn, 15 Jahre danach in größtenteils belanglosen Action-Dödeleien verlieren durfte. Kameramann Henri Decae sorgt mit seinen Bildern dafür, dass das Kammerspiel niemals in Gefahr gerät, in TV-Ästhetik zu verfallen.

Rating: $$$$

Splatter:

1/10

 

 

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