Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)

Toggle Sidebar

Hotel der toten Gäste

Info

OT: 
Hotel der toten Gäste
AT:
El Enigma de los Cornell
La extraño Casa de Lucy Cornell

Jahr: D/SP 1965
R:
Eberhard Itzenplitz
B:
Hannes-Karl Kubiak, Michael Dreesen, Max Rottmann, Joaquin Romero Marchent, Adolfo Aznar, José Maria Alonso Pesquera
K:
Dieter Wedekind
M:
Gert Wilden
D:
Joachim Fuchsberger, Karin Dor, Renate Ewert, Claus Biederstaedt

Quelle: TV (BR)

 

Inhalt

Der Londoner Kriminalreporter Barney Blair (Joachim Fuchsberger) harrt des Informanten Lazlo Kovac, der mit brandheißen Fakten aus der Schicki-Micki-Schlagerszene, frisch aus San Remo, aufschlagen möchte. Doch Potztausend: Kovac haucht im Büro des Journalisten nicht ganz freiwillig, sondern mit lieben Grüßen aus Solingen sein Leben aus.
Obwohl nun Blair unter Mordverdacht steht, schickt ihn sein Chef nach San Remo, um zu ermitteln, welche Informationen Kovac verkaufen wollte und wer ihn auf die letzte Reise schickte. Blair checkt im „Hotel Atlantis“ ein, wo auch Kovac zuletzt residiert hatte. Da bereits das Schlagerfestival seine Schatten vorauswirft, ist nicht nur seine Klatschkollegin und On-Off-Freundin Gilly Powell (Karin Dor) bereits vor Ort, sondern jede Menge seltsamen Volks: von Plattenlabel-Chefs über Talentscouts, Playboys, geschassten Schlagerstars bis hin zu aufstrebenden Sternchen. Und jeder schien Kovac zu kennen.
In der ersten Nacht schon segnet Ruth Cornell (Gisela Uhlen), hartgesottene Chefin der Plattenfirma Phonomac, im Anschluss an einen kleinen Presse-Umtrunk das Zeitliche: Ein Unbekannter hat ihr die Luft abgedreht. Die Trauer der Anwesenden hält sich in Grenzen. Blöd nur, dass Inspettore Forbesa (Hans Nielsen) und sein Assi Bantamo (Panos Papadopulos) die gesamte Mischpoke erst unter Generalverdacht und dann unter Hausarrest stellen, um in Ruhe ihre Mördersuche zu starten. Aber trotz Polizeipräsenz bleibt's nicht bei einer Leiche.

Zitate:

Forbesa: „Ich glaube, ich verkehre in den falschen Kreisen, Mr. Blair. Sie sind doch immer dabei, wenn etwas passiert.“

Jack (Wolfgang Kieling): „Keinen Schrei bitte; das macht mich nervös.“

Die Kritik des Gunslingers:

Eberhard Itzenplitz, als Regisseur eher Theater und Fernsehen verhaftet, denn dem Kino, inszenierte hier routiniert klassische Genremuster. Er bevölkert sein Set mit einer Menge Charaktere, die allesamt Dreck am Stecken haben, zumindest aber zwielichtig sind. Selbst den wackeren Reporter Blair kann man nicht so ohne weiteres von der Liste der Verdächtigen streichen. Am Ende versammelt der Kommissar die verbliebenen Figuren, um die Auflösung zu präsentieren.
Zwar spielt die Geschichte ausschließlich im Hotel, was das Ganze einem Kammerspiel nicht unähnlich macht. Doch immerhin bemühte man sich ein wenig Atmosphäre vom Typ „Edgar Wallace light“ zu schaffen: vor überraschend offenen Fenstern wogende Gardinen, Türklinken, von unbekannter Hand betätigt, oder schwarze Männer, die mit Taschenlampe Hotelzimmer durchstöbern. Und der Mord an der Labelchefin hat sogar fast schon etwas Gialloeskes. Dazu gibt die versammelte schauspielerische Prominenz wie „Blacky“ Fuchsberger – einmal mehr das charmante, etwas verruchte Raubein – oder Wolfgang Kieling – als schleimig-fieser Erpresser – und selbst Claus Biederstaedt als Bruder der Ermordeten ihr Bestes. Als Gäste in eigener Sache sind auch Elke Sommer und die spätere Heino-Gattin Hannelore Auer als Schlagersängerinnen dabei.
Doch trotz aller gelungenen Ansätze: Der sehr gemächlich daher kommende Streifen ähnelt sehr einem etwas angemufften TV-Spiel. Action ist hier weitgehend durch Dialog ersetzt, leider ohne Pep. Der Mörder, der ja unter den Anwesenden zu vermuten ist, verhält sich außerdem so inaktiv, dass er fast schon aus der Erinnerung verschwindet, bevor es ihm/ihr ;-) doch noch an den Kragen geht. Kennt jemand noch das Spiel „Cluedo“, in dem der Mord an Graf Eutin aufzuklären ist? Bingo, that’s it. Mich stört es im Übrigen auch, wenn die Akteure, die ja teilweise Italiener und Briten sein sollen, mit unverkennbar bajuwarischem Akzent sprechen ;-)

Rating: $$$

Splatter:

1/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien