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Mad Mission I + II

Info

OT: 
Zuijia Paidang (Teil 1) / Zuijia paidang daxian shentong (Teil 2)

Jahr: HK 1982/1983
R: Eric Tsang
B: Bak-Ming Wong
K: Henry Chan, Arthur Wong, Kevan Lind
M: Teddy Robin Kwan, Sam Hui
D: Sam Hui, Karl Maka, Sylvia Chong, Dean Shek, Tsui Hark, Joe Dimmick, Yasuaki Kurata, Sue Wang

Quelle: DVD (Laser Paradise)

 

Inhalt

Mad Mission I:

Die beiden Spezl Sam (Samuel Hui) und Charlie (Dean Shek) sind Hongkongs aufstrebende Jungunternehmer in Sachen Diebstahlkriminalität. Für ihre Rips nutzen sie den neuesten technischen Krempel und sind somit den Bulletten immer eine Nasenlänge voraus.
Bei ihrem letzten Coup allerdings hatten sie sich etwas übernommen, als sie sich bei einem Diamanten-Deal zwischen US- und HK-Mafia die Juwelen krallten. Das organisierte Verbrechen ist ziemlich pissed, die Polente hat von der Aktion Wind bekommen und dann wird auch noch fälschlicherweise die weltweite Juwelenraub-Instanz "Der weiße Handschuh" ob des Diebstahls verdächtigt, der seinerseits nun versucht, seinen Namen reinzuwaschen.
Hongkongs Polizei sieht die Möglichkeit, ein paar ganz große Fische auf einen Schlag zu fangen und fordert den Superbullen Lt. Kodijack (Karl Maka) aus New York an. Ihm zur Seite stellt man die junge Kommissarin Ha Tung (Sylvia Chong), wegen ihrer resoluten Art selbst bei den Kollegen gefürchtet.
Nachdem der Mob Charlie am Wickel bekommt und ihn im Hongkonger Hafen versenkt, wird für Sam die Nummer zu heiß und er beginnt mit Kodijack zu kooperieren. Charlie hatte die Preziosen vorsorglich noch vor seinem unfreiwilligen Ableben gebunkert und den Code zum Versteck auf drei Frauenpopos tättowiert.
Sam und Kodijack machen sich nun auf zur Kaffeebohnen-Inspektion, einen Rattenschwanz an bösen Buben immer im Nacken...

Mad Mission II:

Die US-Mafia hat die Schmach aus dem ersten Teil noch nicht verdaut und heuert den berüchtigten Profikiller "Kanalratten-Harry" (Joe Dimmick) an, um Sam und Kodijack den Garaus zu machen und die Klunkern einzusacken, unwissend, dass diese längst bei den Behörden gelandet sind.
Kodijack und Ha Tung haben inzwischen geehelicht; Sam hat den kriminellen Umtrieben Abschied geschworen und versucht nun, ein anständiges Leben zu führen. Leider verguckt er sich in das falsche Mädchen, nämlich Juliette (Sue Wang), die Schwester des Gangsterbosses Bozo (Yasuaki Kurata). Das Mädel hat's faustdick hinter den hübschen Öhrchen und missbraucht den naiv-verliebt-blinden Sam des Öfteren für ihre Beutezüge. Bozo hat über sein Geschwisterchen Wind von der Diamanten-Geschichte bekommen und möchte nun selbst ein bissle Rahm abschöpfen.
Nu ist aber gut, denkt sich das explosive Trio, dreht den Spieß um und geht gegen die nervigen Bösewichte in die Offensive...

Zitate

Ha Tung: "Familienname?" - Kodijack: "Iss'n spanischer Name: Carlos Glatzas." - "Ich merk schon, das ist reine Zeitververschwendung. Das war doch niemals ihr richtiger Name!" - "Nix Habinski."

Sam (am Telefon): "Wer da?" - Charlie: "Hallo Sam, hier ist Charlie." - "Benutze den Code, Mann!" - "Hier ist die kleine Feldmaus. Die Waldmaus bitte kommen!" - "Die Waldmaus hat verstanden, bitte weiter." - "Waldmaus, ich hab die Juwelen versteckt. Sam kannst du mich hören?" - "Benutze den Code!!!" - "Es geht um die vernussten Scharrmäuse, äh, die verscharrten Erdnüsse."

Die Kritik des Sargnagels:

Raus aus dem Kuttenmuff der letzten tausend chinesischen Jahre, rein ins pulsierende Hongkong der Neuzeit - die drei Kollegen Tsui Hark, Karl Maka und Eric Tsang konterten den damaligen konservativen Style der Shaw Bros. und zündeten DIE HK-Turbo-Action-Trash-Comedy der frühen 80er.
Für eine HK-Produktion höchst aufwendig, spendierte man der Tour de Force ordentlich Zuckerguss. Wenn das Ambiente heutzutage in Teilen sehr antiqiert vorkommt, war das damals doch "State of the Art"-Hitech; und wenn die meiste Zeit aufgepimpte Rostkalleschen verheizt werden, die Qualität und Choreographie der Autostunts ist bis heute absolut top.
Von der ersten bis zur letzten Minute gibt's im Minutentakt vor's Auge und ins Ohr; egal, ob alberner Nonsens, brutaler Slapstik, wahnwitzige Autofahrten oder schwindelerregende Stunts.
Handlungstechnisch heißt's Hirn ausschalten. Was man vielleicht noch in internationalen Fassungen mühsam an Logik zusammenkleistern könnte, fehlt in den jeweils schwer verstümmelten D-Fassungen sowieso. Macht aber irgendwie nix, man merkt es eh nicht, nach ca. 5 Minuten hat man den Handlungsaufhänger eh vergessen.
Die Darsteller bieten klamaukiges Overacting. Das hat schon seinen Reiz, es erinnert in bissle an Kabuki-Theater. Das Gleiche gilt für den Score. Die Billig-Synthie-Mucke darf man getrost schon peinlich nennen, hat aber leider echten Ohrwurmcharakter und lässt sich dazu recht einfach nachpfeifen... *hüstel
Neben dem schon erwähnten strammen Schnitt hat man den deutschen Fassungen auch noch eine herbe Brutalsynchro verpasst, die mit der Originalaussage wohl nicht im entferntesten etwas zu tun hat, was allerdings eher garniert denn trübt.
Die Mad Mission-Reihe wuchs im Laufe der Jahre bis auf fünf Streifen an, von denen jedoch nur die ersten Beiden unter der Regie von Eric Tsang erwähnt sein sollen. Mit Teil 3 nahm der Charme sukzessive ab, der Gag war weg.

Rating: (Teil I + II): $$$$ / Trash: $$$$$

 

 

 

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