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Samariter – Tödliches Finale, Der

Info

OT: 
The Samaritan
AT:
The Fury
The Samaritan (D)

Jahr: KAN 2012
R, B:
David Weaver
B:
Elan Mastai
K:
François Dagenais
M:
Todor Kobakov, David Whalen
D:
Samuel L. Jackson, Ruth Negga, Luke Kirby, Deborah Kara Unger

Quelle: DVD (Ascot Elite). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Einst waren Clark Foley (Samuel L. Jackson) und sein Partner in Toronto extrem erfolgreiche Trickbetrüger: Sie hatten die „Samariter-Nummer“ zur Perfektion entwickelt, eine Scharade, in der das Opfer dem Betrüger schließlich die Pennunzen fast aufdrängt. Dann wurde Foleys Partner gierig, die Beiden flogen auf, und einer der Betuppten rächte sich brutal: Am Ende war der Partner tot, während Foley wegen Mordes einfuhr.
25 Jahre später kommt er auf Bewährung raus, doch die Welt ist eine andere geworden. Die meisten Freunde und Bekannten von damals sind tot oder verschwunden, und Foley will nur noch eins: seine Ruhe. Aber dem sei Ethan (Luke Kirby) vor, Sohn des Partners von einst, der nicht ohne Hintergedanken Foleys Gesellschaft sucht. Der smarte Clubbesitzer Ethan nämlich hat massive Probleme, lebensgefährliche Probleme mit dem Gangster Xavier (Tom Wilkinson). Um diese zu lösen, braucht er Geld: Daher will der Youngster Xavier um acht Millionen Dollar erleichtern, und hierbei sollen ihm Foley und dessen „Samariter-Nummer“ helfen.
Um den widerborstigen Routinier gefügig zu stimmen, bringt Ethan dessen Leben mit allerlei Fisimatenten schwer in Unordnung. Doch erst mithilfe des Junkie-Mädchens Iris (Ruth Negga) kann er Foley schließlich zwingen, bei dem Coup mitzutun.

Zitate:

Foley: „Wusstest du, dass ein kleines Messer genauso viel Schaden anrichtet wie ein großes?“

Ethan: „Scheiße, sind Sie überhaupt Arzt, oder flickt mich hier der Hausmeister zusammen?“

Foley: „Alles, was ich anfasse, wird zu Scheiße.“ (Das nennt man wohl „Midas-Touch“ *lach*)

Die Kritik des Gunslingers:

Scheint in Toronto eigentlich nie die Sonne? Trübes Licht, graue Tage und die Nacht, die allerhand Geschmeiß aus den Gullis lockt, sind jedenfalls genau das richtige Setting für einen Streifen, der wirklichen Optimismus erst zum Ende hin hereinlässt. Wir sehen Clark Foley, der die vergleichsweise intime, fast schon freundliche Knastwelt eintauscht gegen eine Freiheit, die nicht viel wert zu sein scheint. Immer unter Druck der Bewährungsauflagen, ohne Freunde gehen die Tage dahin, abends ein paar Drinks in der alten Stammpinte, die schon lange den Besitzer gewechselt hat, und so fort. Hier ist der Streifen, ist auch Samuel Jackson am stärksten: lakonisch, fatalistisch.
Dann taucht der junge Ethan auf, gar nicht mal unsympathisch auf den ersten Blick, doch wird er sich als die eigentliche Sau entpuppen, den Klammergriff um Foleys Eier bis zur Schmerzgrenze verstärken, bis dieser schließlich ja sagt. Druckmittel der besonderen Art ist Iris, erst von Ethan als simpler Lockvogel für Foley missbraucht, später sogar so was wie ein echtes Love Interest. Doch dann macht Ethan seinen letzten, lange vorher geplanten Zug: Ein unfassbares Geheimnis, das er Foley enthüllt und ihn damit endgültig ins Geschirr zwingt. Die „Partnerschaft“ der Beiden ist fortan von Hass und Misstrauen geprägt, was letztlich das Scheitern schon vorprogrammiert. Ein schöner schwarzer Cheapo, kein Film noir, doch zappenduster aufgesetzt und toll gespielt. Hier besonders noch zu erwähnen die Schwergewichte Tom Wilkinson und Deborah Kara Unger, die in recht kleinen Nebenrollen enorm präsent sind.
Aaaaaber wehe, wehe, wehe! Wenn ich auf das Ende sehe. Frei nach Wilhelm Busch ist’s an dieser Stelle am besten gesagt: Das Finale, nach einem durchaus gut inszenierten Showdown, zog mir persönlich die Schuhe aus. Theatralischer Gefühlsgrusel. Nee, das gibt einen Halben Abzug, Leute.

Rating: $$$$-

Splatter:

4/10

 

 

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