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Toter sucht seinen Mörder, Ein

Info

OT: 
Vengeance
AT:
The Brain
Over my dead Body
A dead Man seeks his Murderer

Jahr: D/GB 1962
R:
Freddie Francis
B:
Robert Stewart, Philipp Mackie
K:
Bob Huke
M:
Kenneth V. Jones
D:
Peter van Eyck, Anna Heywood, Bernard Lee, Ellen Schwiers

Quelle: DVD (Pidax). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Max Holt ist nicht nur einer der reichsten Männer der Welt, sondern ebenso skrupelloser Waffenhändler, Finanzmagnat und auch sonst ein übler Stinkstiefel. Die Zahl seiner Feinde ist Legion, und so überrascht es nicht, als sein Privatflugzeug durch eine Zeitbombe zum Absturz gebracht wird. Die Maschine kommt in der Nähe des Labors von Dr. Peter Corrie (Peter van Eyck) runter, der daran arbeitet, Gehirne außerhalb des Körpers lebensfähig zu halten.
Corrie und seine Assistenten Frank (Bernard Lee) und Ella Shears (Ellen Schwiers) schaffen den schwerverletzten Holt ins Labor, wo der Gutste verscheidet. Als Peter aber entdeckt, dass das Gehirn des Toten noch aktiv ist, beschließt er es auszubauen, trotz Gezeters seines Assis Frank.
Und der Denkapparat fühlt sich in der Nährlösung nicht nur sauwohl, sondern übernimmt zunehmend die Kontrolle über Corries Geist und Körper. Unter Holts Einfluss, beginnt der Mediziner, Nachforschungen anzustellen, um den Mord aufzuklären. Es gibt nicht nur eine Latte Verdächtiger – von Holts Kindern über seine rechte Hand Walters (Siegfried Lowitz) bis zum Geschäftsmann Immerman (Hans Nielsen), mit dem er einen lukrativen Deal einstielen wollte. Zudem dezimiert der Mörder mögliche Zeugen und Mitwisser.

Zitate:

Immerman: „Mit Männern wie Max kann man nur befreundet sein, wenn man möglichst wenig mit ihnen zu tun hat.“

Die Kritik des Gunslingers:

Der gelernte Kameramann Freddie Francis wandte sich 1962 zunehmend der Regie zu, die er bald sehr erfolgreich unter anderem für die britischen Horrorstudios Hammer und Amicus praktizieren sollte. Für seinen dritten Streifen in seinem ersten Regie-Jahr drehte er ein Remake des 1953 erschienenen US-B-Klassikers „Donovans Hirn“. Die Roman-Vorlage lieferte Curt Siodmak bereits Anfang der 40er-Jahre.
Während aber die US-Version die Horror- und Science-Fiction-Elemente betont, konzentriert sich das deutsch-britische Remake auf den Krimiplot, was dem Streifen nicht so gut tut. Es geht noch ganz manierlich los. Wir lernen den fiesen Holt kennen, und beobachten den ambitionierten Doktor beim Affen-Verheizen. Später dann verlegt sich der Film leider von der optischen auf die sprachliche Ebene, sprich: Es wird verdammt viel geredet. Dementsprechend zurückhaltend ist auch die Visualisierung der Einflussnahme des Gehirns auf den braven Doc. Close-Ups auf die Augen, der ungeduldig trommelnde Daumen, den Corrie von Holt übernimmt sowie eine mit kräftigem Hall unterlegte, veränderte Stimme müssen ausreichen. Zwar hatte sich auch die US-Version zurück gehalten, doch Lew Ayres in der Rolle des Wissenschaftlers hatte die Wesensverwandlung allein mit schauspielerischen Mitteln klasse herausgearbeitet. Hier wäre für Peter van Eyck mehr auch mehr gewesen ;-).
Zum Ende hin verabschiedet sich der Film in Richtung 08/15-Krimi-Niveau: Corry hakt in bester TV-Hobbyermittler-Manier seine Pappenheimer ab und stellt am Ende den Mörder. Zwar hatte ich mir angesichts von Stab und Besetzung deutlich mehr versprochen, aber der Film hat auch seine guten Momente. So sind etwa die Szenen im Labor schön ausgeleuchtet, und der Tod des schmierigen Erpressers Furber (Jack MacGowan) kitzelt in bester Manier unser Trash-O-Meter: Arrgh! Gurgel.

Rating: $$$- (Trash: $$$$)

Splatter:

1/10

 

 

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