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Mini’s first Time – Mein erster Mord

Info

OT: 
Mini’s first Time
AT:

Mein erster Mord

Jahr: USA 2006
R: Nick Guthe
B: Nick Guthe
K: Daniel Stoloff
M: Cato
D: Nikki Reed, Alec Baldwin, Carrie-Anne Moss, Luke Wilson

Quelle: DVD (Atlas/Koch). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

Inhalt

Die 18-jährige Mini (Nikki Moss) lebt zwar in sehr gut situierten, doch emotional desolaten Verhältnissen. Mutter Diane (Carrie-Anne Moss) ist eine gescheiterte Schauspielerin, die inzwischen multipel süchtig ist nach allem, was halt süchtig macht: Alkohol, Tabletten, Sex, Kokain. Während sich Diane gerne vom strammen „Masseur“ Fabrizio (Rick Fox) durch – äh – kneten lässt, nimmt ihr neuer Gatte Martin (Alec Baldwin) eher die Dienste eines Nobel-Eskort-Services in Anspruch. Und ausgerechnet hier sammelt auch die gelangweilte und abenteuerlustige Mini erste „berufliche“ Erfahrungen.
Martin und Mini kommen sich also erst – nun ja – geschäftlich, bald darauf auch emotional näher, und da stört die hysterisch-aufgekratzte Krawallschachtel Diane nur. Schnell steht der Plan, Mutti aus der Bahn zu schaffen: Mittels geklauter Pharmazeutika und geschickt eingefädelter Intrigen seitens Mini, soll Diane erst in den Wahnsinn, dann in die Geschlossene verfrachtet werden. Doch Mini und Martin überdrehen die Schraube, und schon bald liegen Diane unterm Torf und die beiden turtelnden Tunichtgute auf dem Präsentierteller für den hartnäckigen Detective Garson (Luke Wilson), der Unrat wittert. Und da ist noch der schleimige Nachbar Mike Goodall (Jeff Goldblum), der zu viel zu wissen scheint. Rasch ist’s Essig mit der großen Liebesgeschichte.

Zitate

Diane: „Schätzchen, hattest du einen schönen Abend?“ – Mini: „Dafür, dass es mein erster Freier war, hatte ich mehr erwartet.“ – „Das ist wirklich schön.“ (Mutti peilt nicht mehr wirklich viel, nech)

Diane: „Ich hatte fast mal ’ne Rolle in der ‚Bikini Show’.“

Mini (aus dem Off): „Ich war überrascht, dass ihn die Aussicht, auch die Tochter zu besteigen, nicht im mindesten irritierte.“

Garson: „Es gibt eine gewisse Diskrepanz, die ich mir nicht erklären kann.“

Die Kritik des Gunslingers:

Was an dem von Kevin Spacey koproduzierten Streifen als Erstes auffällt, sind seine knallige Farbgebung und eine Ausstattung, die sehr „80er-mäßig“ rüberkommt. Da sind mal die Farben der Cocktails abgestimmt auf die Klamotten der Protagonisten und den Kontrast zum gewagt changierenden Himmel, mal erinnern Einstellungen an Pop-Art-Gemälde. Doch unter aller poppigen Fröhlichkeit, stößt man schnell auf den wahren Inhalt: einen waschechten Noir, der halt nur in ungewohnter Optik und mit einem teilweise schön schwarzen Humor daherkommt.
Vom Setting, der Konstruktion und der Figurenkonstellation her ist jedenfalls alles da. Wir finden nicht nur eine charakteristische Off-Erzählerin, sondern auch gelegentliche, zur Erklärung eingesetzte Rückblenden. Weiterhin haben wir einen schwachen Kerl – Martin –, der fast bis zur Selbstaufgabe besessen ist von der berechnenden Femme fatale – Mini –, die ihn geschickt manipuliert und skrupellos für die eigenen Zwecke einspannt. Dass sie ihn am Ende hinhängt, gehört zum bösen Spiel. Auch für den Noir typische weitere Figuren tauchen auf: der nicht locker lassende Spürhund mit dem richtigen Riecher und der gescheiterte, desillusionierte Charakter, hier mit diversen Süchten angefüttert.
Das ist weder neu, noch überraschend, aber schön zusammengestellt und von einem großartigen Cast mit Sinn für Witz vorgetragen. Da jemanden speziell rauszupicken, bringt eigentlich wenig. Doch ich fand Carrie-Anne Moss herausragend, die kräftig Funken schlägt und sehr schön kontrastiert zum eher devoten, zurückhaltenden und daher gerne als „Schlappschwanz“ titulierten Alec Baldwin, der eigentlich nur seine Ruhe haben will.

Rating: $$$$

Splatter:

2/10

 

 

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