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Drei Supermänner räumen auf, Die

Info

OT: 
I fantastici tre Supermen
AT:
Les trois fantastiques Supermen (F)
The three fantastic Supermen

Jahr: I/D/F/JUG 1967
R:
Gianfranco Parolini („Frank Kramer“)
B:
Theo Maria Werner („Werner Hauff“), Marcello Coscia
K:
Franco Izzarelli
M:
Francesco De Masi, Ruggero Cini, Jimmy Fontana
D:
Luciano Stella (“Tony Kendall”), Brad Harris, Aldo Canti (“Nick Jordan”), Jochen Brockmann

Quelle: DVD (Pidax). Dank fürs Rezi-Exemplar!

 

 

 

Inhalt

Gekleidet in rote, kugelsichere Ganzkörperstrampler mit Rückenlatz, räumen Nick (Aldo Canti) und Tony (Luciano Stella) Banken aus. Die Beute kommt ihrer eigenen Firma zugute: einem Mädchenpensionat, in dem sexy Nachwuchsdiebinnen ihr Handwerk erlernen.
Die Aktivitäten unserer schlagkräftigen „Supermänner“ ziehen auch die Aufmerksamkeit des FBI auf sich. Special Agent Brad McCallum (Brad Harris) will die Fähigkeiten der Jungs nutzen, um eine Falschgeldbande auszuheben, die in der Botschaft eines neu gegründeten Schurkenstaats ihren Sitz hat. Brad gewinnt nach einer kräftigen Schlägerei das Vertrauen der beiden Bengels, die ihn daraufhin ins Team aufnehmen.
Zwar geht der Botschafts-Coup glatt, doch als Brads wahre Identität ans Licht kommt, sind Nick und Tony not amused, fürs FBI gearbeitet zu haben. Sie brennen mit den Blüten als Honorar durch, werden aber bald wieder von Brad aufgespürt, der ihnen klar macht, dass der Zaster wertlos ist.
Um doch noch auf ihre Kosten zu kommen, beschließen sie wohl oder übel eine weitere Kooperation. Die Blüten entstanden nämlich auf einem Universalduplikator, der in der Lage ist, alles, ja, wirklich alles, zu kopieren: vom Goldbarren über Waffen bis hin zu Menschen. Dieser Duplikator befindet sich in der Hand des bööösen „Golem“ (Jochen Brockmann): dem offiziell toten Ex-Assi des Duplikatorenerfinders Schwarz (Carlo Tamberlani), der nun für die „Supermänner“ arbeitet und sämtliche Gimmicks anfertigt. Und auch besagter Schurkenstaat ist als Finanzier mitverwickelt.
Bevor’s nun zu unübersichtlich wird: Nur die Strampler-Brigade kann „Golems“ Allmachtsfantasien jetzt noch durchkreuzen.

Zitate

Brad: „Die Tapete ist doch bestimmt kugelsicher. Wer strickt denn sowas?“ (Gemeint sind die Anzüge der Supermänner (wink))

Tony: „Das ist kein Lippenstift, sondern ein Frischhaltestempel. Sozusagen ein Gütezeichen.“ (Wie’s der angesäuerten Verlobten (Bettina Busch) erklären?)

Golem: „Strom auf den Reproduktor, Impuls Sigma.“ (Ich liebe sowas)

Brad: „Keine Bewegung, oder ich dreh‘ dich durch den Wolf, du fette Qualle.“

Die Kritik des Gunslingers:

Zusammen mit den Spezln Brad Harris und Luciano Stella zeichnet Gianfranco Parolini auch verantwortlich für etliche Streifen der „ Kommissar-X“-Reihe. Zwar wollte man sich offensichtlich mal abseits dieser Pfade bewegen; doch so recht ist das In-die-Büsche-Schlagen nicht geglückt. Was uns wiederum nur recht sein kann.
Herausgekommen ist eine überdrehte Mischung aus etwas Thriller und jeder Menge Eurospy, zusammengehalten durch flapsige Sprüche aus der Synchroschmiede Karlheinz Brunnemanns, in der auch Rainer Brandt schaffte. Dazu gibt’s rasante Trampolin- und Prügelaction, grelle Sixties-Outfits und einen swingenden Easy-Listening-Trompeten-Score, an dem auch Francesco De Masi mitwirkte.
Der comichafte Plot tut nicht viel zur Sache: Er fährt die bekannten Stationen auf der gut eingefahrenen Sixties-Action-Comedy-Bahn ab. Superhelden jagen Superschurken, der mit Super-Gadget die Weltherrschaft anstrebt, um‘s mal auf den Punkt zu bringen. Das ist alles sehr süffig inszeniert und treibt dem Freund solcher Streifen fast schon Glückstränen in die Äuglein: geheime Labors, in denen es nur so blinkt und piept, feine Gimmicks wie der fernsteuerbare Cadillac unserer Jungs oder Tonys Kugelpeitsche oder auch die mit sowas wie Säure gefüllten Superheldenpuppen, die vor der Spritzattacke noch ein blödes Sprüchlein absondern und dergleichen mehr. Außerdem sind jede Menge toller Folleins am Start etwa Sabine Sun – was für ein Alias (wink) –, Bettina Busch, Gloria Paul und Rossella Bergamonti.
Das Team Stella/Harris hat die Rollenverteilung aus den „Kommissar-X-Streifen“ gleich übernommen: Stella, der smarte Womanizer, und Brad Harris als dagegen etwas dröger Typ mit einer starken Rechten *lach*. Aldo Canti hat zwar den akrobatischen Teil für sich weitgehend reserviert, muss aber – leider nur fast (wink) – stumm bleiben, wodurch er als Sidekick etwas blass bleibt. Jochen Brockmann macht den „Golem“ als barocke, aber total skrupellose Drecksau, die über Leichen geht und auch Kinder ohne rot zu werden eindampfen lässt. Im Hintergrund tummeln sich zahlreich auch aus dem Italowestern bekannte Gesichter wie Goffredo Scarciofolo („Jeff Cameron“) und "Sal"vatore Borgese.
Hier hat Pidax mal wieder amtlich geliefert.

Rating: $$$$+ (Trash: $$$$)

Splatter:

1/10

 

 

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