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Info

OT: 
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Jahr: USA 2011
R: Adam Wingard
B: Simon Barrett
K: Andrew D. Palermo
M: Mads Heldtberg, Jasper Lee, Kyle McKinnon
D: Sharni Vinson, Nicholas Tucci, Wendy Glenn, A.J. Bowen

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Paul (Rob Moran) und Gattin Aubry (Barbara Crampton) haben dank Pauls fetter Abfindung ordentlich Kies im Portemonnaie und sich eine neue, fast feudale Butze zugelegt, als luxuriösen Altersruhesitz sozusagen. Einziger Nachteil: Die Villa ist recht abgelegen. Zu Feier ihres 35. Hochzeitstags laden sie nun ihre ganze Mischpoke zu sich ein, als da sind: die Söhne Drake (Joe Swanberg), Crispian (A.J. Bowen) und Felix (Nicholas Tucci), Tochter Aimee (Amy Seimetz) samt deren Lebensgefährten und Ehegesponsen.
Doch anstatt einer gemütlichen Familienreunion gibt’s Saures: Zuerst kommt’s während des Dinners zu einem gewaltigen Zoff zwischen Drake und Crispian, die schon als Jungs ihre Probleme miteinander hatten. Dann findet diese Diskussion ein jähes Ende, als Unbekannte die Familie von draußen mit einer Armbrust beschießen. Die Autos sind von kundiger Hand, das Handynetz durch einen Störsender lahmgelegt, und vor den Türen ist rasiermesserscharfer Klavierdraht gespannt *Ouch. Entkommen unmöglich.
Einzig die Studentin Erin (Sharni Vinson), Crispians Freundin, behält die Nerven. Während die anderen Panik schieben, tritt sie mit diversen Küchenutensilien sowie dem Inhalt von Pauls Werkzeugkasten den maskierten Mördern entgegen. Der Survivalschulung ihres durchgeknallten Vaters sei Dank. Allerdings haben die Angreifer offensichtlich Unterstützung, denn immer wieder gelingt es ihnen, ins Haus einzudringen, und sie kennen kein Pardon. Die Lage scheint hoffnungslos …

Zitate

Ich schaff‘ das. Es dauert bloß Sekunden.“ (… und die können verdammt lang werden)

Die Kritik des Gunslingers:

Zwar kann man diesem Home-Invasion-Streifen nicht vorwerfen, originell zu sein, doch das macht er recht spannend. Kameraführung – oft Handkamera – und vor allem der Score sorgen immer für eine Grundspannung. So ist der Film in seinem ersten Drittel am stärksten, als noch nicht klar ist, welche Richtung die blutige Sause einschlagen wird. Das ist in bester Horrormanier inszeniert mit gut gesetzten Schockeffekten. Sei es der Mord an dem postkoitalen Pärchen *lach*, im Übrigen die Nachbarn von Aubry und Paul, was sich für uns erst später herausstellt, oder das Eintreffen von Erin und Crispian: Der überraschende Schulterklopfer zur Begrüßung von Vater Paul war für mich der heftigste Schreck im gesamten Film. Richtig gut vorbereitet.
Später wird’s dann blutig, allerdings halten sich die sichtbaren Mettgutseleien in Grenzen. Klar geht’s auch schon mal zur Sache: Glasscherbe trifft Oberschenkel, Klavierdraht gegen Kehle, ein dissonanter Zweiklang von Nagel und Fußsohle oder auch der rücksichtslose Einsatz des Fleischklopfers gegen eine Rübe. Doch für einen so called Slasher-Film bleibt’s eher im Rahmen. Spannung im eigentlichen Sinne wird zunehmend klein geschrieben. Lediglich der Wissensvorsprung des Zuschauers vor den Charakteren generiert noch ein wenig Nervenflattern.
Eine Hauptschwäche ist die Hauptfigur: Wie die eher schüchterne Studentin Erin zur Schmerzensfrau und
fast kaltblütigen Killermaschine wächst, ist auch durch die Erklärung „alles von Papa gelernt“ und „Ausnahmesituation“ nicht hinreichend motiviert. Dass sie sich dazu ihren eigentlich versierten Gegnern immer um einen Schritt voraus erweist, ist ebenfalls nicht wirklich überzeugend.
Aber never mind: Trotz seiner Schwächen weiß dieser Low-Budget-Mix aus Horrorfilm, Thriller und Familiendrama zu unterhalten. Insofern, im Rahmen seiner Möglichkeiten
ziemlich viel richtig gemacht.

Rating: $$$+

Splatter:

6/10

 

 

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