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Chucky 2 – Die Mörderpuppe ist zurück

Info

OT: 
Child's Play 2

Jahr: USA 1990
R: John Lafia
B: Don Mancini
K: Stefan Czapsky
M: Graeme Revell
D: Alex Vincent, Christine Elise, Jenny Agutter, Gerrit Graham

Quelle: TV (RTL 2)

 

Inhalt

Nach den grauslichen Morden und der kompletten Zerstörung der sympathischen Killerpuppe Chucky landete Andys Mutter in der Psychiatrie und Andy (Alex Vincent) selbst im Kinderheim. In der „Good Guys“-Fabrik indes steht Firmenchef Sullivan (Peter Haskell) unter Druck: Er lässt Chucky rekonstruieren, um den Aktionären zu demonstrieren, dass so ein putziger kleiner Kerl kaum hinter den Verbrechen stecken konnte. Alles unglückliche Verkettungen und keinesfalls ein Problem der Good-Guys-Puppen.
Doch der Geist des sadistischen Killers Charles „Chucky“ Lee Ray nutzt die Gunst der Stunde und fährt wieder in den frisch zusammengeschwiemelten Gummigesellen. Allerdings steht Chucky weiter unter dem alten Fluch: Er muss schnellst möglich einen neuen Körper finden, damit er nicht auf ewig in der Puppe feststeckt. Und diesen Körper hat derjenige zu liefern, dem sich Chucky als ersten anvertraut hatte: Andy. Der hat inzwischen in den Simpsons (Jenny Agutter, Gerrit Graham), Oberspießer vor dem Herrn, eine Pflegefamilie gefunden, wo er bis zur Entlassung seiner Mutter leben soll.
Chucky schlägt unter Anrichtung der üblichen Kollateralschäden bald bei den Simpsons auf, um Andy in die Mangel zu nehmen. Andy hat jetzt neben Chucky ein weiteres Problem: Niemand nimmt ihm ab, dass die Puppe für den zunehmenden Schlamassel und die sich häufenden „Unfälle“ in seinem Umfeld verantwortlich ist. Bald gilt Andy selbst als völlig gestört. Nur Kyle (Christine Elise), ebenfalls Pflegekind der Simpsons, fängt an, ihm zu glauben.

Zitate

Good-Guy-Puppe: „Hallo, ich bin Tommie.“ – Chucky: „Halt’s Maul, du Idiot.“ (Danach möchte man nicht in Tommie’s Haut stecken (wink))

Chucky haut noch 'n paar raus:

Zu Andy: „Wir sind noch nicht fertig, du Scheißkerl. Ich werde nicht den Rest meines Lebens als Plastikkrüppel verbringen.“

Zu Andy: „Krieg dich ja wieder ein. Du tust ja, als hättest du noch nie vorher ‘ne Leiche gesehen.“

„Ich hasse Kinder.“

Die Kritik des Gunslingers:

Wie auch der Vorgänger, ist der zweite Teil des Serials noch weit von den späteren Juxereien um Schnetzelmeister Chucky entfernt. Zwar lässt der reinkarnierte Killer auch hier bereits ein Sprüchefeuerwerk vom Stapel, dass durch die Synchro offensichtlich teilweise verschütt geht. Doch dient der auch optisch vorhandene schwarze Humor lediglich dazu, die durchaus vorhandenen Härten abzumildern. Insofern steht „Chucky 2“ noch in der Tradition der klassischen 80er-Jahre-Slasher.
Der Streifen ist dank des Zusammenspiels von Kamera und Musik atmosphärisch ziemlich gut geraten. Insbesondere die Szenen im erstaunlich großen und winkligen Haus der Simpsons atmen echten Horror. So kann die Kamera schöne Fahrten durchs Treppenhaus, die Flure oder den riesigen, zugerümpelten Keller unternehmen und dabei hin und wieder in den Subjektiv-Modus umschalten.
Der klassische Aufhänger für das durch den Film transportierte Unbehagen sind aber nicht die splattrigen Aktionen unseres maßlosen Sympathieträgers. Es ist vielmehr das Gefühl der völligen Ohnmacht, des Ausgeliefertseins. Andy hat erstmal keine Chance auf Unterstützung: Jeder hält ihn für ein traumatisiertes Kind, das im ominösen Chucky ein Symbol für seine Alpträume gefunden hat. Chuckys Morde können letztlich alle als schreckliche Unfälle durchgehen. Und diejenigen, die Chucky in Aktion erlebt haben, können nix mehr sagen (wink).
Sowas ist ein Kniff, der genreübergreifend und vielfach eingesetzt wurde. Ich erinnere nur an „Ein Junge schrie Mord“ (1966), Remake eines Film-Noir-Klassikers. Hier wird ein Junge Zeuge eines Mordes und vom Täter gesehen, der ihm fortan nach dem Leben trachtet. Allerdings glaubt keiner dem Kurzen ein Wort, weil er gerne mal *hust* Geschichten erzählt.
Der Cast ist gut aufgelegt, und die Puppenanimation überzeugend wie das Mettgut, das Chucky gerne zu verteilen pflegt. Kein Klassiker, aber gute Unterhaltung. Also, mir reicht das.

Rating: $$$$-

Splatter:

4/10

 

 

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