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Info

OT: 
Redirected

Jahr: GB/LIT 2014
R, B: Emilis Velyvis
B: Jonas Banys, Lewis Britnell
K: Feliksas Abrukauskas
M: Domas Strupinskas, Paulius Kibauskas
D: Scot Williams, Oliver Jackson, Anthony Strachan, Gil Darnell, Vinnie Jones

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Als ihn seine drei Kumpels überfallartig abholen, denkt Michael (Scot Williams) noch an nix Böses: Schließlich ist heute sein Geburtstag, und die Freunde sind sich für keinen noch so dämlichen Scherz zu schade. Doch dann findet sich Michael auf einmal als Fahrer eines Fluchtwagens wieder, denn Ben (Anthony Strachan), Tim (Oliver Jackson) und Johnny (Gil Darnell) rippen eine hochkarätige, illegale Zockerrunde um Gangster „Golden Pole“ (Vinnie Jones).
Als Rückzugsort vor Golden Poles Zorn haben sich die drei Möchtegern-Banditen Malaysia ausgesucht. Nachdem das Trio den nörgelnden Michael durch einen gezielten Hieb mit dem Feuerlöscher vorübergehend stummgemacht hat, geht’s zu viert ins Flugzeug. Doch ein Vulkanausbruch auf Island ändert alle Pläne: Die Maschine wird nach Litauen umgeleitet.
Von nun an machen Michael, Ben, Tim und Johnny jeweils ihre eigenen Erfahrungen mit der litauischen „Gastfreundschaft“. Und dann ist da ja auch noch Golden Pole, der die Fährte der Übeltäter aufgenommen und sich mit seinen Schergen zwischenzeitlich ebenfalls in Wilna eingefunden hat.

Zitate

Tim: „In diesem Scheißland gibt es keinen Gott.“

Michael: „Scheiße, Johnny, du Fotze!“

Golden Pole: „Egal, was für Fickärsche ihr Zwei seid: Ich will wissen, wo der fette Typ ist?“

Die Kritik des Gunsingers:

Mit Guy Ritchie hat sich der litauische Regisseur Emilis Velyvis sich nicht das schlechteste Vorbild ausgesucht. So sind strukturelle und inhaltliche Parallelen zu den schrägen Gangsterstücken des Briten unübersehbar, in denen eher kleine Lichter mit den Großen pinkeln gehen und das durchaus erfolgreich.
Der Film ist in mehrere Kapitel gegliedert, die durch Zwischenüberschriften voneinander getrennt sind. Das recht kurze Intro, das die Hauptprotagonisten vorstellt, endet mit Eintreffen der Lads in Wilna. Von da an verläuft die weitere Handlung in drei Erzählsträngen, die sich zwar immer wieder mal treffen, die ansonsten aber vor allem der verfolgende Big Pole lose zusammenklammert.
Die Geschichten der vier Freunde trennen sich schon am ersten Abend in Wilna. Während Michael nichts weiter will, als schnellstmöglich zurück nach Hause, lassen’s die anderen drei in einer Disko richtig krachen. Aber alle geraten in ihren eigenen Schlamassel: Johnny wird von einer Schönen derbe aufs Kreuz gelegt und bestreitet den Rest des Streifens nackt mit angeketteter Heizung vor dem Gemächt. Ben und Tim geraten nach Filmriss infolge reichlichen Wodkakonsums in die Hände von rabiaten Menschenschmugglern und Schwulenhassern. Michael schließlich muss sich unter anderem mit brutalen Gangstern und mit ihnen verbündeten Polizisten auseinandersetzen.
Seine Rasanz und Komik zieht der Streifen vor allem aus dem Zusammentreffen von englischen Kriminellen und litauischer Bevölkerung. Selbst die vermeintlich hartgesottenen Brits bekommen ihre Grenzen aufgezeigt, denn hier hat fast jeder Dreck am Stecken: Kinder verkaufen Großkalibriges, Krankenwagenfahrer knattern hilflose Patientinnen, die Landbevölkerung schmuggelt afrikanische Flüchtlinge und organisiert Treibjagden auf vermeintliche Schwule. Dass jeder jeden bescheißt und ein Menschenleben nichts wert ist, ist sowieso Ehrensache. Und dann ruft auch noch alle Nase lang Michaels nervende Freundin Jessica aus London an, um ihn zu beschimpfen. Natürlich immer in den unpassendsten Momenten.
Der Streifen erreicht zwar nicht die Qualität von Guy Ritchies Besten, aber ist doch enorm unterhaltsam. Insbesondere Vinnie Jones glänzt zudem als dauerpöbelnder Brutalo-Gangster und haut dabei immer wieder erstaunliche Fluchkaskaden raus. Allerdings sind dabei auch die Litauer nicht von Pappe. Mir hat’s Spaß gemacht.

Rating: $$$$

Splatter:

3/10