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Info

OT: 
Outpost 3: Rise of the Spetsnaz

Jahr: GB 2013
R: Kieran Parker
B: Rae Brunton
K: Carlos De Cavalho
M: Al Hardiman, Patrick Jonsson
D: Bryan Larkin, Michael McKell, Ivan Kamaras, Velibor Topic

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Als Mitglieder der russischen Spezialeinheit „Spetsnaz“ 1945 einen kleinen deutschen Konvoi hochnehmen, finden sie nicht nur Geheimdokumente, sondern auch ein paar schimmelige Leichen – verpackt in Holzkisten auf der Ladefläche eines LKWs. Lange Zeit zum Nachdenken bleibt den Russen nicht: Ein Gegenstoß der SS reibt die Gruppe auf. Lediglich ihr Chef Dolokhov (Bryan Larkin) und zwei, drei andere überleben und geraten in Gefangenschaft.
Jetzt beginnt die Scheiße aber erst richtig zu kochen, denn die Gefangenen landen in einem unterirdischen Nazi-Bunker, eine geheime Versuchsanstalt. Hier führt Standartenführer Strasser (Michael McKell) das Regiment und lässt seltsame Experimente durchführen, mit dem Ziel, Supersoldaten zu schaffen. Leider ist die Fehlerquote extrem hoch, und die meisten Versuchskaninchen, in die sich auch die gefangenen Russen einzureihen haben, überleben die Experimente nicht.
Der knüppelharte Dolokhov indes kann sich befreien. Zusammen mit seinem ebenfalls befreiten Kumpel Fyodor (Ivan Kamaras), der übrigens das Strasser-Experiment überlebt hat, kämpft er sich durch die weitläufige Bunkeranlage. Bald mischen auch die verschiedenen Kreaturen mit, die in den Tiefen der Anlage gefangen gehalten sind. Und an Fyodor ist das Experiment leider nicht spurlos vorübergegangen.

Zitate

Strasser hat auch sprüchetechnisch die Hosen an:
„Das war ein Konditor aus Bayern. Schickt jetzt den Kindermörder rein.“ (Die gefangenen Russen müssen als Warming up gegen ein paar von Strassers Zombie-Kreationen antreten)
„Viele sehen darin einen blasphemischen Akt der Alchimie. Für mich ist das lediglich ein Haufen Arbeit.“
„Der Tod ist auch nicht mehr das, was er mal war.“

Dolokhov zu Strasser: „Ich weiß nicht, welches Wesen deine Mutter bei Vollmond gefickt hat. Aber sie sollte sich bei der Menschheit entschuldigen.“

Rogers (Bert Lambert): „Die arbeiten hier daran, Tote wieder auferstehen und die rechte Hand zum Hitlergruß erheben zu lassen.“

Die Kritik des Gunslingers:

Nach dem weitgehend misslungenen Zombie-Overkill von Teil zwei, knüpft Teil 3 nicht an dessen möglichen Cilffhanger an, sondern springt 70 Jahre zurück. Die „Episode 1“ der Outpost-Trilogie sozusagen (Zwinkern).
Allerdings spielen die Geschehnisse aus den beiden vorangegangenen Teilen nur eine derart marginale Rolle, dass Teil 3 auch komplett ohne „Vorkenntnisse“ funktioniert. So taucht beispielsweise der Oberschurke und SS-Zombie-Bastler-Mastermind Klausner hier nur einmal kurz auf, und zwar in einem Telefonat mit Strasser. Ebenfalls von untergeordneter Wichtigkeit ist die Maschine, die in den ersten beiden Teilen eine zentrale Rolle einnahm. Weitgehend zurück gefahren wurde auch der Freak-Science-Anteil. Statt Einstein‘scher Magnetfeldresonanztheorie – oder so – setzt‘s hier ein paar Strasser-Sprüche. Es gibt zwar noch ein paar Zombies, doch sind die kein weiteres Hindernis für den mit fast übermenschlichen Kräften gesegneten Dolokhov.
Über Bord geworfen haben die Macher jegliche Horror-Atmo, die Teil eins noch ausgezeichnet hatte. Wir bewegen uns stattdessen in einem überdrehten Mad-Scientist-Action-Comic mit erfreulich hohem Trash-Appeal. Da fehlen weder die wasserstoffblonde Krankenschwester (Vivian Taylor) – die im zweiten Teil schon einen netten Kurzauftritt als Zombie-Hexe absolvierte – noch die SS-Schergen aus der Klischeekiste. Klasse ist dabei Michael McKell, der sich als Hans Strasser in dekadent-sadistischen Manierismen suhlt. Groß ist etwa die Szene, in der Fyodor den in der Regel tödlichen Schwingungen der Maschine ausgesetzt wird. Das sich steigernde Summen der Apparatur wandelt die Tonspur überblendend in die Klänge einer klassischen Sinfonie, die Strasser hinter der Zuschauerscheibe versunken dirigiert.
Nach dem Tief des enttäuschenden Vorgängers habe ich mich hier zwei, drei Pilsetten lang gut amüsiert. Trotz der deutlich sichtbaren, also dilettantisch ausgeführten, Gewaltschnitte in der TV-Fassung.

Rating: $$+ (Trash: $$$$)

Splatter:

4/10