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Sie tötete in Ekstase

Info

OT:
Sie tötete in Extase
AT:
Mrs. Hyde

Jahr: D/SP 1970
R, B: Jésus Franco („Frank Hollmann“)
K: Manuel Merino
M: Manfred Hübler, Siegfried Schwab, Bruno Nicolai
D: Soledad Miranda („Susann Korda“), Fred Williams, Paul Müller, Ewa Strömberg

Quelle: TV (arte)

 

Inhalt

Doktor Johnson (Fred Williams) will ja nur helfen, und zwar der Menschheit. Also schwiemelt er in seinem Wohnzimmer-Labor an menschlichen Embryonen rum, denen er tierische Hormone zuführt. Wenig überraschend, ist die Ärzteschaft empört, als er seine Arbeiten zwecks Förderung vorlegt. Johnson fliegt aus sämtlichen Standesorganisationen und erhält lebenslanges Berufsverbot. Kurz darauf schrottet ein Mob auch noch das Heimlabor.
Zusammen mit seiner Gattin (Soledad Miranda) zieht sich der gedemütigte Johnson auf eine Insel im Mittelmeer zurück, ist aber doch nicht mehr so ganz der Alte: Vom Wahnsinn umflort, säbelt er sich standesgemäß mit einem Rasiermesser die Pulsadern auf. Die trauernde Witwe schwört blutige Rache, und zwar an den vier Professores (Paul Müller, Ewa Strömberg, Howard Vernon, Jess Franco), die dem Gatten besonders zugesetzt hatten.
Rasch wird das verblichene Ehegespons in der guten Stube aufgebahrt, während die Witwe loszieht, um ihr Blutopfer einzuholen. Das macht sie unter vollem Einsatz von nacktem Körper und ebenso scharfer Qualitätsware aus Solingen.

Zitate

Mrs. Johnson: „Enttäuscht es Sie, dass ich Geld verlange?“ – Prof. Walker (Howard Vernon): „Im Gegenteil. Das vereinfacht die Sache.“ (Kann man sich unbeschwert endlich mal den Popo versohlen lassen)

Inspektor (Horst Tappert): „Ah, was! So schnell wird hier niemand umgebracht.“

Inspektor: „Mrs. Johnson ist im Grunde eine normale Frau.“

Die Kritik des Gunslingers:

Da Jess Franco mit „Vampyros lesbos“ gerade einen guten Lauf hatte, legte er quasi direttamente ein Nachfolgeprojekt auf. Mit nahezu identischem Stab und vielen Stammakteuren aus dem Franco-Universum ging’s erneut ans psychotronische Schlammgründeln. Francos Muse jener Tage, die schöne Soledad Miranda, übernahm dazu wieder die Hauptrolle, und zwar zum letzten Mal: Im gleichen Jahr starb sie bei einem Autounfall.
Im Gegensatz zum Vorgänger ist vorliegender Streifen deutlich schwächer geraten. Das liegt vor allem daran, dass es Jess Franco nicht gelingt, die Abgedrehtheit zu wiederholen, die „Vampyros“ im ersten Teil auszeichnet. Hier wirkt das Ganze beliebig, fast ein wenig abgestanden. Den Dekors fehlt die fröhliche Farbigkeit, und auch die Kameraarbeit Merinos bleibt etwas hinter der schwurbeligen, erfrischungsinduzierten Verspieltheit des Vorgängers zurück. Klasse ist allerdings das Schlafzimmer der Johnsons, in dem das Schwarz-Weiß der Einrichtung schön mit Soledad Mirandas Lila-Strickwear-Nackichkeit harmoniert.
Den Score stammt wieder von Francos Club-Spezis Siegfried „Siggi“ Schwab und Manfred Hübler. Wie bei dem Vorgängerstreifen „Vampyros“ und dem folgenden „Der Teufel kam aus Akasava“ handelt es sich jedoch nicht um einen originalen Soundtrack. Vielmehr hat Franco zwei Schallplattenveröffentlichungen von Hübler/Schwab benutzt. Zwar ist auch Bruno Nicolai kreditiert, allerdings weiß ich nicht, in wieweit der Meister de facto beteiligt war. Mit kräftiger Orgeleinlage, Gebläse, Sitar , Vibraphon und Gitarre gibt’s wieder jede Menge Spät-Sixties-Instro-Psychedelia auf die Ohren.
Ansonsten serviert Jess Franco seine bewährte Kost: Heten- und Lesbo-Sex, viel nackte Haut für die wieder hauptsächlich Soledad Miranda und Ewa Stömberg ihre Pelle hinhalten. Dazu wird als Vorspeise ein ebenfalls nicht unbekannt schmeckendes Trash-Süppchen gereicht: Billig-Atmo, blinzelnde Leichen und die üblichen *hust* Special Effects. Eine kleine Rolle für Franco übernommen hat Horst Tappert, bevor ihm der Meister in seinem nächsten Werk „Der Teufel kam aus Akasa
va“ eine größere Aufgabe zukommen ließ. In jedem Fall konnte sich Tappert hier als Inspektor schon mal für die vor ihm liegende Aufgabe „Derrick“ eingrooven.

Rating: $$$- (Trash: $$$$+)

Splatter:

1/10 (Farbe bleibt Farbe (Zwinkern))

 

 

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