Access Keys:
Skip to content (Access Key - 0)
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien

Toggle Sidebar

Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt

Info

OT: 
Evil Dead II - Dead by Dawn

Jahr: USA 1987
R, B: Sam Raimi
B: Scott Spiegel
K: Peter Deming, Eugene Shlugleit
M: Joseph LoDucca
D: Bruce Campbell, Sarah Derry, Dan Hicks, Kassie Wesley

Quelle TV (Tele 5)

 

 

Inhalt

Ash (Bruce Campbell) und sein Schnuckel Linda (Denise Bixler) machen sich’s schön in einer abgelegenen Waldbutze, einst Domizil eines auf bizarre alte Relikte und Rituale spezialisierten Archäologie-Profs. Im Keller derselben finden sie ein olles Buch aus dem 13. Jahrhundert sowie ein Tonbandgerät. Mit Abspielen des Bandes, auf dem fremdsprachige Beschwörungsformeln eingesprochen sind, öffnet sich das Tor zur Hölle, und Dämonen machen den beiden Turteltäubchen kräftig Feuer unterm Arsch.
Ash muss die besessene Linda umnieten und versucht zu fliehen. Allerdings ist der einzige Fluchtweg durch eine zerstörte Brücke versperrt. Um nicht schon gleich im umgebenden Wald von den Dämonen filettiert zu werden, retiriert Ash in die Hütte zurück. Im darauffolgenden Tanz mit der auferstandenen Linda und seinen eigenen Körperteilen bleibt er dank Kettensäge und Schrotflinte Sieger. Kostet ihn aber eine Hand.
Überraschend kreuzen Annie (Sarah Derry), Tochter des besagten Archäologie-Profs, ihr Spezie Ed (Richard Domeier) sowie die beiden Hillbillies Jake (Dan Hicks) und Bobby Joe (Kassie Wesley) auf. Sie überwältigen Ash, den sie für einen durchgeknallten Killer halten und sperren ihn im Keller der Hütte ein. Hier lauert bereits Henriette (Lou Hancock/Ted Raimi), das vom Prof damals in höchster Not gekillte Ehegespons, nun vom Bösen erneut in die Schlacht geschickt. Letztlich kann Ash aber die Neuankömmlinge im letzten Moment überzeugen, dass er zu den Guten gehört. So entkommt er dem ungastlichen Keller und kann im Kampf gegen mordlüsterne Untote und Dämonen wieder ordentlich einschenken.

Zitate

Ash 1: „Mir geht es gut!“ – Ash 2: „Das kann ich nicht glauben. Wir haben gerade unsere Freundin Linda mit einer Kettensäge zerstückelt. Findest du das … gut?“

Ash: „Das ist dein neues Zuhause!“ (Zu seiner Hand, über die er eine große Dose stülpt)

Die Kritik des Gunslingers:

Mit einem ums Zehnfache erhöhten Budget ging das Team Raimi/Campbell daran, ihrem überraschend erfolgreichen Erstling ein Sequel folgen zu lassen. Damit Teil 2 auch ohne Teil 1 funktioniert, gibt’s eine kurze Exposition, die die vorausgegangenen Ereignisse zusammenfasst. Dabei wird die ursprüngliche Gruppe auf das Pärchen Ash und Linda kondensiert. Der Film erzählt die Geschichte ab dem Zeitpunkt weiter, an dem Ash aus der Hütte fliegt und versucht, Fersengeld zu geben.
Während im ersten Teil echter Horror produziert wird, funktioniert der Nachfolger als Splatterkomödie. Es gibt zwar auch hier feinstes Mettgut auf die Gabel, und auch die verwendeten Stilmittel entsprechen denen des Vorgängers: wilde Kameraritte, Farbfilter und ein gruseliges, elektronisch verfremdetes Sounddesign. Allerdings ist alles entschärft durch das schrille Comic-Setting. Der Streifen ist voll und ganz auf Bruce Campbell ausgerichtet. Ash mutiert hier zum coolen Dämonen-Killer, den er im dritten Teil, „Armee der Finsternis“, auf die Spitze treibt. Mit Kettensäge auf den Armstumpf montiert und abgesägter Schrotflinte im Rückenhalfter geht’s gegen das Böse.
Der Streifen zitiert zum Beispiel in seinen Stop-Motion-Animationen und den Slapstickeinlagen Vorbilder von Ray Harryhausen bis zu den frühen Stummfilmkomödien. Ganz großartig ist beispielsweise Ashs Kampf mit seiner besessenen Hand inszeniert, die auch keine Ruhe gibt, als es ihm gelungen ist, sie abzutrennen. Am Ende muss er sie mit seiner Schrotflinte zerballern. Und auch der Kampf mit der dämonischen Linda, die obwohl schon ziemlich ramponiert, eine kesse Sohle aufs Parkett legt, ist spitze. Am Ende macht dann Ashs Kettensäge Schluss mit der Party. Immer wieder gibt’s nette kleine Scherze wie Freddie Krugers Rasiermesser-Handschuh im Keller oder das herausgetrennt Dämonenauge, das natürlich in die weit offene Futterluke eines Unglücklichen fliegt. Nix zu klagen: Hier gibt’s die Höchstnote von leichter Hand.

Rating: $$$$$

Splatter:

7/10

 

 

Bitte beachten Sie unsere Datenschutzrichtlinien Datenschutzrichtlinien