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Rückkehr des King Kong, Die

Info

OT: 
Kingu Kongu tai Gojira

AT:
King Kong vs. Godzilla
Schlachtfest der Giganten
King Kong kommt zurück

Jahr:
J 1962
R: Ishirō Honda; Thomas Montgomery (US-Fassung)
B: Shinishi Sekizawa; Paul Mason, Bruce Howard (US-Fassung)
K: Hajime Koizumi
M: Akira Izukube
D: Tadao Takashima, Yu Fujiki, Kenji Sahara, Ichirō Arishima

Quelle: TV (Tele 5)

 

Inhalt

Als ein amerikanisches Atom-U-Boot gegen einen Eisberg brettert, ist das der Weckruf für Godzilla, den die Erschütterung aus Jahrtausende langem Schlummer reißt. Entsprechend angepisst erreicht er in seinem Eisberg wenig später die japanische Küste.
Parallel dazu sind die Angestellten Osamu Sakurai (Tadao Takashima) und Kinsaburo Furue (Yu Fujiki) in der Südsee unterwegs: Sie müssen im Auftrag ihres grenzdebilen Chefs (Ichirō Arishima ) den vor Ort als Gott verehrten Riesenaffen King Kong einfangen. Der arme Primat soll vor den Karren einer Werbekampagne für ihren Pharmakonzern gespannt werden. Nachdem man King Kong mit einem speziellen Rauschbeerensaft abgefüllt hat, ist das Einsacken des hackendichten Affen kein Problem. Während des Transports nach Japan gelingt King Kong allerdings die Flucht – ungeachtet diverser Kilogramm Dynamit, die ihm dabei gehörig den Pelz gerben. Und auch er ist demnach nicht allerbester Stimmung, als er in Japan an Land geht.
Die zwei so übellaunigen wie überdimensionierten Besucher beginnen also ihr Zerstörungswerk, bei dem die japanische Armee trotz allen Explosivmitteleinsatzes nur Zaungast ist. Glücklicherweise hassen sich die beiden Kreaturen bis aufs Blut …

Zitate

Minister (Akihiko Hirata): „Kein Grund zur Aufregung. Sie können beruhigt sein. Ich bin es auch.“ (Godzilla schickt sich gerade an, japanischen Boden zu betreten)

General (Jun Tazaki): „Zur Vernichtung des Sauriers stehen hunderte von Tonnen Sprengstoff zur Verfügung.“

Die Kritik des Gunslingers:

Mit seinem dritten Godzilla-Streifen spendierte Ishirō Honda der sympathischen Gummiechse ihren ersten Farbfilmauftritt. Die inhaltlichen Zutaten dieser Kaiju-Suppe bleiben indes im bekannten Genre-Kanon: Menschen oder ein Naturereignis rufen ein Riesenmonster auf den Plan. Dieses bekommt ausreichend Gelegenheit, enorme Verwüstungen anzurichten, bevor es aufrechte Helden oder wahlweise ein anderes, „gutes“ Monster besiegen. Die Armee hat in der Regel nicht viel mehr zur Lösung des Problems beizutragen, als für ordentlich Budenzauber zu sorgen. So mal in Kürze.
Der hierzulande bekannteste Kaiju-Protagonist ist ohne Zweifel Godzilla. Doch bekam dieser im Laufe der Zeit jede Menge Gesellschaft beispielsweise von Rhodan über Gamera bis hin zur Riesenmotte Mothra. Einen Großteil dieser Streifen brachte das Tōhō-Studio heraus. Für dieses arbeiteten auch Regisseur Ishirō Honda, Drehbuchschreiber Shinishi Sekizawa und der für die Effekte zuständige Eiji Tsuburaya, die neben vielen anderen auch vorliegenden Streifen realisierten. Ursprünglich war der Stoff fürs amerikanische Kino gedacht, mit Frankenstein als Antagonisten King Kongs. Doch fand sich hierfür kein Finanzier, so dass man Tōhō die Geschichte anbot. Eine Win-Win-Situation sozusagen, denn das japanische Studio durchschritt zu der Zeit eine wirtschaftliche Talsohle und war auf der Suche nach einem neuen Kassenknüller. Der war fast schon garantiert, als man den in Japan überaus populären Godzilla ins Boot holte, und die Rechnung ging auf, denn der Streifen machte tatsächlich kräftig Kasse. Für die US-Fassung schnitt man unter anderem den Film um und drehte Szenen nach, beispielsweise um einen TV-Nachrichtensprecher (Michael Keith), der dem geneigten Zuseher die *hust* komplizierte Handlung erläutert. Der deutschen Kinofassung liegt diese Version zugrunde.
Auch von der Machart gibt’s keine Überraschungen: Während US-Genre-Filmer eher auf die aufwändigere Stop-Motion-Technik setzten, werden die Monster hier wieder von Menschen in Kostüm dargestellt. Auch die SFx wirken aus heutiger Sicht überschaubar: Die Monster tapsen durch ein Plastik-Spielzeug-Land und zermatschen oder verschmullern jede Menge Plaste-Panzer, Spielzeug-Eisenbahnen und Modellhäuser. Das hat allerdings einen enormen Unterhaltungswert für alle diejenigen, die sich ihr kindliches Gemüt bewahrt haben. Gleiches gilt für die putzigen Monsterfights. Und wenn ein Gewitter-Blitz dem schon darnieder liegenden King Kong buchstäblich Feuer unterm Arsch macht, bleibt endgültig kein Auge mehr trocken.

Rating: $$$ (Trash: $$$$$)

Splatter:

0/10

 

 

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